Gedanken gegen den (bevorstehenden) Krieg (1)/ Thoughts against the (imminent) war (1)

Deutschland ist schon seit vielen Jahren wieder in einem neuen Krieg: in Afghanistan. Nun steht ein neuer bevor, das Säbelrasseln wird immer lauter, von dem noch nicht klar ist, wie die Bundesregierung sich daran beteiligen wird: Iran.

Doch fast alle Menschen auf dieser Welt wollen keinen Krieg, wollen keine toten Menschen, toten Kinder, die unsere Zukunft sind, keine zerstörte Erde, keinen nuklearen „Erst- oder Zweitschlag“. In diesem Sinne hatte der Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass ganz sicher recht. Ein anderer deutscher Literatur-Nobelpreisträger, der damals eingehend vor einem neuen Krieg warnte (dem 2. Weltkrieg) war Hermann Hesse (1877 – 1962), der uns  wunderbarere Literatur geschenkt hat aber auch einer der wenigen Mahner gegen ein neues Menschenschlachten war.

Nachfolgend möchte ich einige seiner diesbezüglichen Gedanken wiedergeben. Sie sind heute genauso aktuell wie damals. Allein dies ist mehr als erschreckend und sollte uns unsere eigene Ohmacht vor Augen führen, mit dem wir von den Regierungen überall auf der Welt gegängelt und für ihre Kriegstreiberei eingespannt werden.

Hermann Hesse:

„…es stünde besser um unser Land und um die Welt, wenn wenigstens die paar denkfähigen Menschen sich zu Vernunft und Friedensliebe bekennen, statt blind und besessen auf einen neuen Krieg loszusteuern.“

„…natürlich sind sie selber vollkommen unschuldig: der Kaiser, die Generäle, die Großindustriellen, die Politiker, die Zeitungen – niemand hat sich das geringste vorzuwerfen, niemand hat irgendeine Schuld! Man könnte meinen, es stehe herrlich in der Welt, nur liegen ein Dutzend Millionen totgeschlagener Menschen in der Erde.“

„Zwei Drittel von meinen Landsleuten lesen diese Art von Zeitungen, lesen jeden Morgen und Abend diese Töne, werden jeden Tag bearbeitet, ermahnt, verhetzt, unzufrieden und böse gemacht, und das Ziel und Ende von dem allem ist wieder der Krieg, ist der nächste, kommende Krieg, der wohl noch scheußlicher sein wird, als dieser es war.“

„Aber keiner will das, keiner will den nächsten Krieg vermeiden, keiner will sich und seinen Kindern die nächste Millionenschlächterei ersparen, wenn er es nicht billiger haben kann. Eine Stunde nachdenken, eine Weile in sich gehen und sich fragen, wieweit man selber an der Unordnung und Bosheit in der Welt teilhat und mitschuldig ist – sieh, das will niemand! Und so wird es also weitergehen, und der nächste Krieg wird von vielen tausend Menschen Tag für Tag mit Eifer vorbereitet. Es hat mich, seit ich es weiß, gelähmt und zur Verzweiflung gebracht, es gibt für mich kein ‚Vaterland‘ und keine Ideale mehr, das ist alles ja bloß Dekoration für die Herren, die das nächste Schlachten vorbereiten.“

„Ja solle wir denn also alles wegwerfen, auf allen Geist, auf alles Streben, auf alle Menschlichkeit verzichten, den Ehrgeiz und das Geld weiterregieren lassen und bei einem Glas Bier die nächste Mobilmachung abwarten?“

Quelle: Hermann Hesse: „Der Steppenwolf“, Frankfurt am Main, 2005, S. 110, 152 – 154

 

Thoughts against the (imminent) war (1)

Germany has for many years back in a new war in Afghanistan. Now stands before a new, saber rattling is getting louder by the still not clear how the federal government will participate in Iran.

But almost all people in this world do not want war, do not want dead people, dead children, who are our future, not destroying the earth, no nuclear „first or second strike.“ In this sense, the Nobel laureate Guenter Grass was certainly right. Another German Nobel laureate, warned at the time of the depth of a new war (World War 2) was Hermann Hesse (1877 – 1962), which are more wonderful literature but has also paid a few reminders of the battles against a new man was.

Below I would like to play some of his thoughts in this regard. They are as pressing today as then. This alone is more than frightening, and we should bear in mind our own powerlessness with which we patronized by the governments around the world and for their war-mongering clamped.

Hermann Hesse:

„… It would be better for our country and around the world, if at least the few sentient people are committed to reason and peace, love, and instead blindly obsessed loszusteuern for a new war.“

„… Of course they themselves are completely innocent of the emperors, generals, industrialists, politicians, newspapers – no one has the slightest reproach, no one has any guilt! You might think it stands splendid in the world, only a dozen million people are totgeschlagener in the earth. “

„Two thirds of my countrymen read this kind of newspapers to read every morning and evening, these sounds are every day worked, admonished harried, unhappy and evil done, and the aim and end of all this back to the war, the next , coming war that will probably be even more hideous than this was. “

„But nobody wants it, nobody wants to avoid the next war, no one wants to save himself and his children the next Millionenschlächterei if he can not get them cheaper. Wants to see that no one – think an hour, go for a while and ask themselves how far they themselves partaking of the disorder and wickedness in the world and is complicit! And it will continue so, and the next war will be prepared by many thousands of people every day with enthusiasm. It has taken me, since I know it, paralyzed and brought to despair, for me there is no ‚fatherland‘ and no longer ideals, so that’s all just decoration for the men who are preparing for the next battle. “

„Yes, we should throw away everything because that is where all spirit, all striving to renounce all humanity continue to govern, have the ambition and the money and wait for a beer the next mobilization?“

Source: Hermann Hesse, „Steppenwolf“, Frankfurt am Main, 2005, pp. 110, 152-154

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