Manipuliert und vertuscht: Der Mord an Uwe Barschel

Am 11. Oktober 1987 wird der 9 Tage zuvor zurückgetretene schlesiwig-holsteinische Ministerpräsident Uwe Barschel tot in der Badewanne des Genfer Hotels „Beau Rivage“ aufgefunden. Die Ermittler sind sich schnell einig: Selbstmord! Die Ermittlungen werden 1998 eingestellt.

In meinem „Schwarzbuch Freimaurerei“ (jetzt auch in tschechischer und polnischer Sprache erschienen) habe ich mich ausführlich mit dem Fall beschäftigt und erstmals Fakten und Infos zusammengetragen, die eindeutig darauf hinweisen, dass Barschel ermordet wurde! Er wußte zuviel von politischen Machenschaften im Hintergrund, von Waffendeals und Waffentransporten und unheilvollen Verquickungen mit verschiedenen aus- und inländischen Geheimdiensten (und der Freimaurerloge Propaganda Due (P2)).

Die neuesten Entwicklungen geben mir und anderen Selbstmord-Kritikern recht: 25 Jahre nach Barschels Tod haben nun Experten des LKA Kiel DNA-Rückstände einer „unbekannten Person“ an der Kleidung des Politikers gefunden, die er in seiner Todesnacht trug, bevor er in die Badewanne stieg, sowie an Hotelhandtüchern! Dies erhärtet die Mordtheorie. Um wen handelt es sich bei dem Unbekannten? War er der Mörder?

Bild v. 30.07.12:

Der frühere schleswig-holsteinische CDU-Landtagsabgeordnete Werner Kalinka, auf dessen Anregung die DNA-Untersuchung durchgeführt wurde, forderte jetzt, die Ermittlungen wieder aufzunehmen. Kalinka zu ‚Welt am Sonntag‘: ‚In den vergangenen Jahrzehnten war die Arbeit der Staatsanwaltschaft Lübeck alles andere als ruhmvoll. Es drängt sich geradezu die Frage auf, ob an bestimmten Ermittlungen kein oder nur wenig Interesse besteht.

Schon einmal wurde ein fremdes Haar im Genfer Hotelbett gefunden, in dem Barschel nächtigte, das später bei der Staatsanwaltschaft Lübeck – einfach so  und spurlos – „verschwand“!

Jetzt gibt es neue Ausreden der Ermittler: Bei der Person, deren DNA-Spuren festgestellt wurden, soll es sich um einen „Sterbehelfer“ Barschels gehandelt haben. Das ist erneut ein Skandal, denn der Politiker war in keiner Weise lebensmüde, sondern wollte auspacken und den politischen Kampf um die Rettung seiner Ehre wieder aufnehmen!

Auch Barschels Frau Freya bestätigt dies: „Mein Mann war fest entschlossen, die Umstände des Komplotts gegen ihn aufzuklären. Er hoffte, Unterlagen zu erhalten, die ihm dabei halfen.“ Deshalb sei er nach Genf gereist. „Wenn ich auspacke, wackelt Bonn,“ hat Barschel mit Blick auf Helmut Kohl seiner Frau gesagt, der mit seinem Rücktritt zur Gefahr geworden ist.

Heute lassen die Behörden verlauten, dass die Ermittlungen im Fall Barschel nicht neu aufgenommen werden sollen! Ein Polit-Skandal, der so sicher noch nicht beendet ist!

Quellen:

Bild v. 30.07.12

Focus v. 30.07.12

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.