Amoklauf Winnenden: "Der Vater schlägt zurück"

18 Millionen Euro – soviel „kostete“ also der Amoklauf, wie Bürokraten ausgerechnet haben. Die Summe setzt sich aus Schadensersatzforderungen der Hinterbliebenen, sowie der Stadt Winnenden zusammen. Und die soll der Vater des Amokläufers berappen. Doch der wehrt sich nun!

Er will das Klinikum in Weinsberg, das seinen Sohn Tim K. vor dem Amoklauf behandelt hat, ebenfalls auf Schadensersatz verklagen. Die Ärzte hätten die Gefährlichkeit seines Sohnes erkennen und die Eltern darüber informieren müssen. So wäre die Tat möglicherweise verhindert worden. Deshalb soll deren Haftpflichtversicherung rund 8,8 Millionen Euro Schadensersatz an ihn bezahlen, die er dann an die Geschädigten weiterreichen will.

Sofort hagelt es Kritik: Das „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“ kritisiert diesen Schritt des Vaters scharf. Er sei „juristisch legitim“ aber aus „moralischer Sicht völlig daneben“. Er würde einen Schuldigen suchen, der die Kosten zahlt.

Die Zivilklage des Vaters hat jedoch auch noch einen anderen Hintergrund: Während die Therapeuten der Klinik im Strafverfahren gegen den Vater auf ihre ärztliche Schweigepflicht verweisen konnten und ihre Aussage verweigerten, werden sie in einem Zivilverfahren wohl eine Aussage machen. Denn sonst besteht die Gefahr, dass die Klage durchgeht. Das werden sie wohl kaum wollen.

Kommt so also endlich die Wahrheit ans Licht WELCHE Therapie der Amokläufer Tim K. tatsächlich erhalten hat? Wurden ihm Antidepressiva verschrieben, die letztlich (Mit-)Auslöser der schrecklichen Bluttat waren?

Man mag gespannt sein. Zeit für diese Wahrheit wird es allemal!

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