MALKO HELLMARK: "Akte Natascha Kampusch – DIE GEHEIMDOKUMENTE"

Akte Natascha Kampusch - Die Geheimdokumente_NEU2

Unsere Neuerscheinung im gugra-Media-Verlag, „Akte Natascha Kampusch – DIE GEHEIMDOKUMENTE“ von Malko Hellmark, hat bereits für einigen Wirbel gesorgt: Denn erstmals kann die Öffentlichkeit aus Teilen der Unterlagen selbst die Widersprüche des Falles herauslesen!

Nachfolgend das VORWORT von Malko Hellmark aus dem Buch:

Über kaum einen anderen Entführungsfall ist weltweit so viel berichtet worden, wie über die Causa Natascha Kampusch. Und kein anderer Entführungsfall ist umstrittener als dieser – beschäftigte er über viele Jahre hinweg nicht nur Ermittlungsbehörden und Medien, sondern auch die Politik.

Doch im April 2013, nach der letzten Evaluierung durch ein sogenanntes »Expertenteam«, wurde die »Akte Kampusch« wohl endgültig geschlossen. Trotz vieler offener oder nur unbefriedigend beantworteter Fragen. So ist es nicht verwunderlich, dass der Entführungsfall Kampusch die Gemüter weiter erhitzt: Vieles bleibt fraglich, strittig und nebulös.

Meine Journalistenkollegen Guido Grandt und Udo Schulze haben in Staatsaffäre Natascha Kampusch – Politskandal, Vertuschung, Opfer den kompletten Themenkomplex kritisch und ausführlich beleuchtet. Deshalb ist das vorliegende Buch Akte Natascha Kampusch – Die Geheimdokumente kein Versuch die Entführungsgeschichte erneut aus journalistischer Sicht zu erzählen, sondern soll als eine Ergänzung zu Grandt/Schulzes Recherchen verstanden werden.

An dieser Stelle möchte ich betonen, dass auch für mich Natascha Kampusch ein Opfer war und ist.

Um jeglichen Vorwürfen von etwaigen »Verschwörungstheorien« vorzubeugen, die insbesondere bei jenen beliebt sind, die den knallharten Fakten nichts anderes entgegensetzen können, habe ich in Akte Natascha Kampusch mir vorliegende Dokumente ausgewählt, um diese einer breiten Öffentlichkeit erstmals zugänglich zu machen. Dabei handelt es sich um Polizeiberichte, Sachverhaltsmitteilungen, Niederschriften, Akten- und Amtsvermerke des Bundesministerium für Inneres (Bundeskriminalamt), der Bundespolizeidirektion, der Landesgendarmeriekommandos, der Landeskriminalämter, sowie Untersuchungsberichte, E-Mails und Auszüge aus vertraulichen Personenlisten des Soko-Leiters Oberst Franz Kröll, Transkriptionen von Tonbandaufnahmen von Zeugen- und Informantengesprächen, Zeugenskizzen, Einsichtnahmepläne, Übergabelisten aus dem Verlies an das Entführungsopfer Natascha Kampusch, Parlamentarische Anfragen und Antworten der Bundesjustizministerin.

Diese Dokumente sind, bis auf die zuletzt genannten, als »geheim« oder zumindest als »streng vertraulich« einzustufen. Der interessierte Leser wird schnell ihre Brisanz erkennen.

Vor dem Abdruck des jeweiligen Dokuments habe ich eine Kurzbeschreibung vorangestellt, bei einigen noch zusätzliche Anmerkungen angefügt, um den Sachverhalt zu erläutern oder weitere Informationen zu liefern.

Allerdings stellen die hier abgedruckten Dokumente nur ein Bruchteil derer dar, die mir vorliegen. Dabei habe ich versucht eine thematische Zuordnung zu finden und keinesfalls eine willkürliche Auswahl zu treffen, sondern schließlich jene Dokumente zu präsentieren, die den weitläufigen und offiziellen Ermittlungsergebnissen widersprechen. Nun kann der Leser selbst entscheiden, ob er die herkömmliche, die »offizielle« Entführungsstory so glaubt oder nicht.

Meines Erachtens jedoch belegen diese Dokumente in weiten Teilen genau das Gegenteil von dem, was die letzte Evaluierungskommission feststellte: Beim Entführungsfall Kampusch gab es nicht nur gravierende Ermittlungsfehler und Fehleinschätzungen, sondern auch mehr als einen Täter. Die einzige Tatzeugin der Entführung ist glaubwürdig und hat sich bei ihrer Beobachtung nicht geirrt.

Soko-Leiter Oberst Franz Kröll hatte wohl den besten Einblick in die Causa. Aufgrund seiner Ermittlungen vermutete er ein Netzwerk in höchsten Kreisen. Schließlich kam er unter mysteriösen Umständen ums Leben, auch wenn die offizielle Version »Selbstmord« lautet.

Dies und auch die in Akte Natascha Kampusch abgedruckten Dokumente belegen, dass es zwischen der von Natascha Kampusch und ihrem Beraterteam verlautbarten »offiziellen Entführungsversion« und seiner Hintergründe viele Abweichungen gibt, die nach wie vor dringend hinterfragt werden müssen.

  

Malko Hellmark, Herbst/Winter 2013

Bestellbar u.a. bei:

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