"Hart aber fair" – Das dumm verkaufen des Zuschauers auf dem medialen Höhepunkt!

Die gestrige „Hart aber fair“-Sendung (ARD/WDR) mit dem Titel „Eiszeit im Frühling – müssen wir Angst vor Russland haben?“ hat hinsichtlich der Krim-Krise-Berichterstattung im wahrsten Sinne des Wortes – den Vogel abgeschossen!

Bevor ich näher darauf eingehe, nachfolgend die eingeladenen Gäste:

Guido Knopp (Historiker & Politikwissenschaftler)

Melinda Crane (Politische Chef-Korrespondentin bei Deutsche Welle-TV)

Eckhard Cordes (Vorsitzender des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft)

Norbert Röttgen  (CDU)(Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses)

Ivan Rodionov (Chefredakteur der russischen Fernseh-Agentur Ruptly-TV)

Moderator Frank Plasberg, sowie der CDU-Politiker Norbert Röttgen sahen mehr als blass aus, als der russische Journalist Ivan Rodionov zu Recht, das Paktieren des Westens mit der rechtsradikalen „Sowboda-Partei“ in der ukrainischen Übergangsregierung kritisierte. Auf die Frage Rodionovs an Röttgen, unter welchen Umständen denn die CDU mit der NPD zusammenarbeiten würde, wies der Politiker dieses Szenerio weit von sich. Dabei weiß er sehr genau, dass die der CDU nahestehende Konrad-Adenauer-Stiftung Vitali Klitschkos Partei UDAR unterstützt, die wiederum ein Bündnis u.a. mit der rechtsextremen und antisemitischen Swoboda-Partei eingegangen ist. Westliche Politiker, darunter amerikanische und solche aus der EU, wie beispielsweise auch der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier, trafen sich u.a. auch mit Oleh Tjahnybok, dem Führer dieser Nazi-Partei. Die Frage des russischen Kollegen wurde dann so verwässert, dass keiner mehr konkret darauf einging.

Und das in einer öffentlich-rechtlichen Rundfunk-Talk-Show, die doch sonst zu Recht ein so großes Geschichtsinteresse zeigt, wenn es um unsere schreckliche Vergangenheit geht!

Ein Eklat erster Güte! Die Zusammenarbeit mit einer rechtsextremen und antisemitischen Partei wird so völlig „hoffähig“ gemacht – weil gar nicht groß erwähnt. Als Rodionov am Schluss der Sendung es noch einmal versuchte, wurde er von Plasberg wie ein Schulerbub heruntergekanzelt. Nach dem Motto: beantworten Sie gefälligst meine Frage und wiederholen Sie nicht das, was Sie bereits am Anfang gesagt haben!

Der Höhepunkt der Sendung – die meines Erachtens nur den Sinn hatte, Putin weiter  medial zu dämonisieren, wie es inzwischen gang und gebe in der deutschen Presselandschaft ist – war die Idee der Redaktion, Fotos von russischen Soldaten und Panzern auf der Krim, an denen eine Frau mit einer Einkaufstüte vorbeigeht, in einem Seniorenheim Kriegsüberlebenden vorzulegen. Natürlich haben die alten Menschen, die den Zweiten Weltkrieg erlebten, mit Tränenerstickter Stimme gesagt, dass sie nie wieder Krieg wollen. So etwas dürfe nie wieder passieren.

Auf die Frage Plasbergs an Rodionov, wie denn russische Senioren reagieren würden, antwortete dieser, dass natürlich auch diese keinen Krieg mehr wollten.

Na klar, was denn sonst, ist man versucht da zu sagen! Oder hat Plasberg erwartet, dass der russische Kollege sagt, die Kriegsüberlebenden aus dem Riesenreich würden sofort ihre Kalaschnikow entmotten und nach Deutschland marschieren?

Aber was sollte dieser geschmacklose Einfall der „Hart aber fair“-Redaktion? Auf eine solche schwachsinnige Idee muss man erst mal kommen!

Ich sage es Ihnen: Es suggerierte, dass Putin einen neuen Krieg will und die Welt in den Abgrund reisst.

Geschmackloser geht es wohl nicht.

Das ist mediale Öffentlichkeitsmanipulation par excellence.

Danke ARD. Danke WDR. Bei euch sind unsere GEZ-Gelder wahrlich gut aufgehoben! Bitte mehr von diesem bezahlten „Qualitäts-TV“ auf höchstem Niveau!

siehe auch:

AKTE KLITSCHKO – Boxen! Mafia? Politik! (GRAND(T) SECRET PRESS! 1/2014)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.