"Lügenpresse-Neo"?: Wenn das die Zukunft des deutschen Journalismus ist – dann gute Nacht!

GUIDO-KOLUMNE-MIX♦   No.  640   ♦


Nun dürfen also die „Schüler“ ran an die scheinbar gepachtete Wahrheit! Die Rede ist von den Schülern der Kölner Journalistenschule, die die Aussagen von Politikern in Talkshows überprüft haben. Scheinbar stellten sie einen sehr hohen Anteil an Falschaussagen fest. Kaum verwunderlich, kann man da sagen.

Hier:

Quelle: http://faktenzoom.de/das-projekt/

Doch wenn man näher hinschaut, dann entpuppt sich vieles als Farce. Ja gar als Falschrecherche der Journalisten-Schüler.

Ein Beispiel der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry, die sagte:

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Quelle: http://faktenzoom.de/petry/

Auf deutsch gesagt: Erst als Leser die Journalistenschüler auf ihren Fehler aufmerksam machten, ruderten diese zurück. Und das mit einer – für mich – geradezu hanebüchenen Begründung!

Ein anderes Petry-Beispiel entlarvt die Herangehensweise der heranwachsenden Mainstream-Macher ebenfalls:

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Quelle: http://faktenzoom.de/petry/

Übrigens: Diese Kosten wurden gerechnet für rund 1,1 Millionen Flüchtlinge jährlich (rechnet man die Unregistrierten mit, sind es jedoch über 1,5 Millionen für 2015). Jeder Flüchtling, der also noch dazu kommt, erhöht freilich diese Kosten. Auch das geht aus der Analyse des Faktenzoom-Teams nicht hervor, gehört aber zur Wahrheit.

Auch bei der nächsten Analyse der Nachwuchsjournalisten zu einer Petry-Aussage sieht man, wie diese „verdreht“ werden, sodass sie angeblich „falsch“ sind:

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Quelle: http://faktenzoom.de/petry/

Um keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen: Ich will Petry nicht verteidigen, nehme sie aber, weil sie bei Faktenzoom an erster Stelle der angeblichen Falschaussagen steht, als Beispiel.

Ein anderes Beispiel aus der Analyse der Kölner Journalistenschule hat der Handelsblatt-Autor Norbert Häring untersucht. Er nahm sich die angeblich falschen Aussagen von Markus Söder (CSU) vor. Dazu schreibt er auf seinem Blog http://norberthaering.de unter anderem:

So sagte Söder beispielsweise (Hervorhebungen durch mich):

Die Mehrheit der Deutschen glaubt, dass Deutschland die Flüchtlingskrise kulturell nicht bewältigen kann.“ (21.1.2016.)

In der Meldung zum Politbarometer Januar der Forschungsgruppe Wahlen vom 15.1. heißt es: Erstmals ist eine klare Mehrheit von 60 Prozent (Dez.: 46 Prozent) der Meinung, dass Deutschland die vielen Flüchtlinge, die zu uns kommen, nicht verkraften kann.“ Entgegen der Einschätzung der Journalistenschüler stimmt also, was Söder sagte.

„Von den 160.000 in Europa zu verteilenden Flüchtlingen hat die EU-Kommission bis zum 18. Februar erst 400 verteilt.“ (18.2.2016)

Die Journalistenschüler fanden durch viel spätere Befragung der EU-Kommission heraus, es seien zu dem Zeitpunkt bereits 583 gewesen. Die Aussage wird deshalb als „überwiegend falsch“ eingestuft. Das ist lächerlich. Zum Einen: Söder hat anders ausgedrückt gesagt, dass erst 2,5 Promille der zu verteilenden Flüchtlinge verteilt seien, während es tatsächlich 3,6 Promille waren. Man braucht nicht viel guten Willen um das als überwiegend richtig einzustufen. Außerdem: Es ist normal, dass Söder, wenn er am 18. Februar recherchiert eine niedrigere Zahl ermittelt, als Monate später, wenn alle Nachmeldungen durch sind. Wenn das seine Aussage zu einer Falschaussage macht, dann lügen unsere Statistiker und die Medien, die davon berichten, ohne Unterlass.

(…)

„Anfang Januar haben die griechischen Fähren gestreikt und die Eisenbahn ist nicht gefahren. Deshalb kamen Anfang Januar weniger Flüchtlinge als am Ende des Monats.“ (18.2.20169

Die Journalistenschüler ordnen das in ihrer Hybris als „überwiegend falsch“ ein, weil sie Berichte gefunden haben, wonach es auch gegen Ende des Monats noch Streiks gegeben habe, und weil der Zusammenhang nicht bewiesen sei. „Nicht bewiesen“ ist aber etwas ganz anderes als erwiesener Maßen „falsch“. Das sollte jemand den jungen Leuten noch beibringen, bevor sie auf Leser losgelassen werden.

„Wenn in Österreich die Obergrenze erreicht ist, werden die Flüchtlinge weitergeschickt.“ (21.1.2016)

Wieder der kleine aber feine Unterschied zwischen unbewiesener Behauptung oder Befürchtung und Falschaussage. Obwohl Söder den jungen Leuten auf deren Anfrage hin versuchte, das zu erklären, blieben sie bei der Einstufung als „falsch“, also nicht einmal „überwiegend falsch“, sondern hart „falsch“. Wie die Journalistenschüler wissen können, was passiert wäre, wenn die Obergrenzen erreicht worden wären, bleibt ihr Geheimnis. Die Antwort hat entweder mit Hybris zu tun oder mit der festen Überzeugung, dass nicht passieren wird, was keine Behörde ausdrücklich angekündigt hat.

„Im Januar sind mehr als 100.000 Flüchtlinge nach Deutschland gekommen.“ (18.2.2016)

Jetzt wird es ganz possierlich: Es seien offiziell nur rund 92.000 registrierte Flüchtlinge gewesen. Über die Anzahl der nicht-registrierten lägen (naturgemäß) keine Zahlen vor. Aber: „Wir gehen davon aus, dass die Behörden darauf hinweisen würden, wenn die Dunkelziffer tatsächlich bei mehreren Tausend liegt“, schreiben die angehenden Journalistinnen und Journalisten treuherzig und begründen damit, dass sie Söders Aussage nicht als „unbewiesen aber nicht unplausibel“ oder Ähnliches einstufen, wie das der gesunde, kritische Menschenverstand täte, sondern als „falsch“. Wenn diese Obrigkeitshörigkeit die Norm für diejenigen ist, die künftig unseren Behörden auf die Finger schauen sollen, dann dürfen diese sich freuen.

Alle angeblichen Falschaussagen Söders bis auf eine haben sich somit entweder als korrekt, als zugespitzte aber faktenbasierte Behauptungen über die Intentionen des politischen Gegners, als überwiegend richtig oder als unwiderlegte Plausibilitätsvermutung herausgestellt. Die verbleibende Falschaussage war „Die Schweden führen Obergrenzen ein.“ Das taten sie nicht. Sie haben stattdessen ihre Grenzen dicht gemacht.

Quelle: http://norberthaering.de/de/27-german/news/635-wahrheitsjournalisten#weiterlesen

Anhand dieser Beispiele sieht man, wie das hochgebauschte Team von Faktenzoom tatsächlich gearbeitet hat.

Wenn diese Schüler-Journalisten  jemals die Bürger in den Mainstream-Medien wahrheitsgetreu informieren sollen, dann gute Nacht Deutschland! Ich hoffe auch, dass wir bis dahin den Begriff „Lügenpresse“ ethisch und moralisch ausdiskutiert haben.


DENKEN SIE IMMER DARAN:

SIE HABEN EIN RECHT AUF DIE WAHRHEIT!

 Ihr und euer

GUIDO GRANDT

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„Für Deutschlands Zukunft, für unsere Demokratie und Kultur ist heute nichts wichtiger als ein Klima offener und breiter Meinungsfreiheit. Sie ist das Fundament der Demokratie. Wir müssen uns vor einer Bedrückung durch die allzu mächtige Political Correctness schützen (…) Nur in offener Meinungsfreiheit, die auch extreme Abweichungen toleriert und dann im politischen Streit austrägt, erwachsen Mut und Kreativität.“

Klaus von Dohnanyi (SPD)


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