Leserkommentar: „Super-GAU & staatliche Fehlinformationen!“


Mein gestriger Blogartikel

KOMPLETTVERSAGEN der Bundesregierung: Im KATASTROPHENFALL gibt es nur für 1 Prozent der Bürger NOTFALLPLÄTZE!

hat für viel Diskussionsstoff vor allem in den sozialen Netzwerken gesorgt.

Mein Leser Jürgen P. schickte mir dazu einen Kommentar, den ich Ihnen (mit seiner Genehmigung) nicht vorenthalten möchte, weil er weitere, ergänzende und sehr interessante Aspekte enthält:


Ein Leserkommentar von Jürgen P.


Die veröffentlichten „Zahlenangabe“ im Artikel stellen sogar eine starke Korrektur „nach oben“ dar und können durchaus als „geschönt optimistisch“ bezeichnet werden. Natürlich werden sowohl die Behörden, als auch die Medien, niemals öffentlich über diese Dinge berichten. Eine ausführliche Erklärung würde hier den Rahmen sprengen, deshalb nur einige notwendige Hinweise:

Tatsächlich wäre es im Katastrophenfall nahezu unmöglich, zeitnah mehr als 20.000 – 40.000 Menschen aus einem betroffenen Gebiet sicher zu evakuieren – und tatsächlich gehen verschiedene Pläne auch nicht davon aus, dass es mehr sein müssten. Die Behörden MÜSSEN sich bei allen Plänen darauf verlassen können, das ein Großteil der betroffenen Menschen OHNE Panik und ABSOLUT selbstständig die gefährdeten Gebieten schnellstmöglich verlässt. Alle öffentlichen, anderslautende Reden irgendwelcher scheinheiliger Verantwortlichen, sind nichts weiter als Makulatur, Scheuklappen für die Bevölkerung!

Zum einen liegt das – ganz banal – daran, dass bei einem Großereignis (Bspw. einer Reaktorhavarie, oder einem chemischen Angriff/GAU) gar nicht damit gerechnet wird, dass in der folgenden und sehr kurzen Zeit, mehr Menschen koordiniert in Sicherheit gebracht werden können. Bei der „Konzeption Zivile Verteidigung“ und den benötigten Evakuierungsplätzen wird daher vor allem davon ausgegangen, dass mehr als 90% aller Bürger sich selbst in Sicherheit bringen und ihre „Unterbringung“ selbstständig entscheiden werden. (Da es sich um eine langfristige Evakuierung handelt, begeben viele sich in weiter entfernte Gebiete, zu Verwandten, Freunden, an bekannte, sichere Orte etc.)

Einigen ist wohl klar, dass schon die Evakuierung eines eher kleinen Gebietes (während „normaler Zeiten“) enorme logistische Probleme mit sich bringt. Die meisten werden das aus Situationen kennen, die sich durch Entschärfung von Weltkriegsbomben ergeben: Bei der Vorbereitung sind meist mehrere Tage Zeit verfügbar; der Evakuierungsradius ist eher klein, benötigte Unterbringungsplätze liegen Ortsnah, es handelt sich „nur“ um eine begrenzte Zeit, es müssen keine „umfangreichen“ Vorräte bereitgestellt werden, die Wasserversorgung ist nicht beeinträchtigt, Wind- u. Wetterverhältnisse sind ebenfalls nicht relevant. Wenn nun dazu „Krankenhäuser u. Seniorenheime“ betroffen sind, ergeben sich schon erste Schwierigkeiten, die eine intensivere Vorbereitung verlangen.

Nun muss man sich eine solche Situation einmal vorstellen, wenn es zu einem GAU a´la „Tschernobyl“ käme, eine Situation, in der man OHNE realitätsnahe Vorbereitung innerhalb weniger Minuten auf vielen Quadratkilometern reagieren muss. Oder sogar „nur“ zu langfristigen Stromausfällen sehr großer Gebiete (mehrere Großstädte; mehr als 8 Tage). Bei letzteren würde sich der Bevölkerung dann auch zeigen, dass die „Grundversorgung“ erschreckend gefährliche Ausmaße annehmen kann – und dass viel zu wenig „Notbrunnen“ existieren. Grundsätzlich gibt es zu solchen Szenarien mehrere Studien, die auch die Reaktion der Bevölkerung einbeziehen. Dass über solche Studien nicht intensiv öffentlich diskutiert wird, hat durchaus seinen Grund.

Eine Studie, siehe hier:

Notfallpläne rechnen NICHT mehr mit „normalen Maßstäben“ – und die Katastrophenschutzbehörden werden zudem mit Personalmangel zu kämpfen haben, weil Betroffene selbstverständlich IMMER zunächst ihre eigenen Familien und Werte in Sicherheit bringen müssen und wollen. Hier entsteht also das erste – erhebliche – Problem – auch wenn es gerne verschwiegen wird: Auch Rettungskräfte sind „nur“ Menschen und haben ein Privatleben. Wie diese Menschen reagieren, wenn absehbar wird, dass sie und ihre Familien sehr lange Zeit ihre Heimat nicht wiedersehen, kann sich jeder in etwa vorstellen. […]

„Evakuierungs- und Unterbringungspläne im Katastrophenfall“ beziehen sich jetzt fast ausschließlich auf Krankenhäuser und Seniorenheime und ähnlichen Einrichtungen, von denen es in diesem Fall sehr viele gibt. In jedem Fall steht daher – mit den zur Verfügung stehenden Kräften und den möglichen Orten – nun die Evakuierung und medizinische Versorgung Tausender betroffener Patienten, Senioren etc., im Vordergrund. Aufgrund der Wind- u. Wetterverhältnisse kann sich zudem ergeben, dass diverse, lange erprobte Notfallpläne, plötzlich nicht mehr umsetzbar sind, weil eine Gefahr am geplanten Evakuierungsort nicht ausgeschlossen werden kann. […]

Am Beispiel des AKW „Biblis“ gibt es zudem interessante Veröffentlichungen, die deutlich machen, wie verharmlosend ein Super-GAU vermittelt wird:

Zitat: „Bei einem schweren Unfall beginnt eine eventuelle Freisetzung von Radioaktivität frühestens nach mehreren Stunden, höchstwahrscheinlich aber erst nach einigen Tagen. In dieser Zeit kann die Bevölkerung gewarnt und können Sicherheitsmaßnahmen zu ihrem Schutz ergriffen werden.“
(Siehe z.B. hier: Notfallschutz für die Umgebung des Kernkraftwerks Biblis).

Alleine diese „Information“ ist an Ignoranz kaum zu überbieten, obwohl es mittlerweile JEDER besser wissen sollte. Ein Super-GAU setzt natürlich SOFORT Radioaktivität frei, nicht erst „nach Tagen“, diese Tatsache ist wohl jedem noch in Erinnerung, der „Tschernobyl“ selbst erlebt hat. Nach „einigen Tagen“ war die enorme Radioaktivität bereits tausende Kilometer entfernt messbar!

Aber für staatliche Behörden ist eine solche (Fehl-)Information natürlich ein Vorteil, weil mögliche Maßnahmen eben viel Zeit und Ruhe brauchen… (obiger Link erklärt auf „versteckte Weise“, warum das so ist.) Man muss nur den Sinn dahinter verstehen. Korrekt sind Informationen, nach denen der betroffene Umkreis in EV-Zonen aufgeteilt wird – innerhalb von höchstens 6-Stunden sollten Evakuierungen in einem Radius von 5 – 10 Kilometern stattfinden, innerhalb 24-Stunden müssten Evakuierungen in einem Radius von 20 – 40 Kilometern abgeschlossen sein. Natürlich ist es ein Pluspunkt bei jeder Art von Katastrophe, wenn eine Panik vermieden werden kann, vor allem wenn man bedenkt, dass eine Evakuierung auf bis zu 100 km Luftlinie in Windrichtung empfohlen wird – und der Wind bleibt nie „stur“ stehen. […] Wie dem auch sei: Pläne sind in einem solchen Ernstfall leider nur peripher Umsetzbar, denn zu viele unberechenbare Dinge können jede gut gemeinte Vorbereitung vollständig über den Haufen werfen. Es ist UNMÖGLICH, diese Dinge zu planen.

Ein eher „harmloses Beispiel“ ist das AKW Grohnde: Die Pläne beziehen sich hauptsächlich auf ländliche Gebiete, in die Evakuierungszone fällt keine Großstadt, trotzdem müssten innerhalb 24 Std. – ohne jede Vorbereitung und mitten in dem entstehenden Chaos – rund 30.000 Menschen evakuiert werden – und sollte der Wind die vorhandenen EV-Planungen durchkreuzen, gibt es schon hier eine zweite Katastrophe, nichts wäre mehr planbar, alles müsste improvisiert werden. […]

Gesunde, mobile Menschen werden in jedem Fall zu eigenständiger Vorsorge und Evakuierung angehalten – man geht davon aus, dass die Bevölkerung sich ihrer Eigenverantwortung bewusst ist. Um diese Verantwortung zu einem großen Teil zu Unterstreichen und dem Bürger wirklich klar zu machen, wurde vor einiger Zeit auf eine notwendige Vorratshaltung und sonstigen Maßnahmen hingewiesen (Nicht nur in DE, sondern in ganz Europa!)

Wie gesagt, es könnten noch viel mehr Probleme und exakte Beispiele genannt werden, das geht aber deutlich über den Rahmen „sozialer Medien“ hinaus

Siehe auch:  Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften  – am Beispiel eines großräumigen Ausfalls der Stromversorgung


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7 Kommentare

  1. Ich denke mal, dass der Hinweis in der Textmitte („Eine Studie, siehe hier:“) sich auf den Link am Ende bezieht, kann das sein? 😉

    Im Übrigen muss ich leider sagen, man kann diese Aussage nur bestätigen. Ich bin seit 1988 aktives Mitglied des THW und habe seither häufig Übungen und Einsätze verschiedener Art durchgeführt. Besonders heikle und bedrückende Momente erleben wir allerdings nur dann, wenn wir die eher seltenen Übungen zu AKW-Unfällen planen und ausführen. Diese finden überörtlich statt, immer mit dutzenden weiteren Einheiten von THW, KatSchutz und Feuerwehr gemeinsam, und da der Aufwand dafür entsprechend hoch ist, finden derartige Übungen selten statt. (Einige Kameraden hatten bislang erst ein einziges mal das „Vergnügen“ – und so kann das nichts werden!)

    Tatsächlich muss man anmerken, dass diese Großübungen mit der Realität kaum etwas zu tun haben. Bislang gab es diese nur zu eher ruhigen Zeiten, am Wochenende und am späten Abend. Es gibt kaum Beeinträchtigungen durch zivilen Verkehr, die meisten Menschen sind schon zuhause, kaum jemand bemerkt, was für eine Übung wir abhalten, nur wenige kennen Einzelheiten und alles funktioniert offiziell grundsätzlich so, wie es auf dem Papier steht – So ein Blödsinn! Die jeweiligen Abteilungen sind zwar meistens gut eingespielt, aber schon bei den unterschiedlichen Ortsgruppen kommt es bei solchen Großübungen immer wieder zu Kommunikations-Schwierigkeiten und Planungsfehlern.

    Und es ist nur eine Übung, ohne „unfallverursachende“ Eile, ohne nerven-zerrende Panik, ohne Verletzte, ohne tausende flüchtende Menschen, ohne vollgestopfte Straßen im „Feierabendverkehr“, ohne das wirklich ALLE Einsatzkräfte ABC-Schutzkleidung und Masken tragen, ohne mögliche „Komplikationen“ durch Wetter und sonstige Dinge, aber MIT ALLEN Einsatzkräften, die es bei den Ortsgruppen gibt…

    Man geht einfach davon aus, dass sowas exakt so passiert, wie es geplant wird – der Wind ändert nicht seine Richtung und weht nur schwach, es regnet leicht, alle vorgegebenen Evakuierungswege sind problemlos befahrbar. Alle Kameraden sind „immer“ verfügbar, niemals fehlt eine einzige Rettungskraft – immer wird alles so geplant und geübt, als wenn es sich um „ein größeres Osterfeuer“ handelt, bei dem man anschließend noch ein paar Kartoffeln in die Glut wirft.

    Bei Nachbesprechungen werden nur selten die „echten“ Probleme erörtert, die will keiner hören. Aber „freundschaftliche“ Gesprächen mit Kameraden zeigen immer wieder deutlich, dass bei einem Supergau jede Planung nahezu nutzlos wird. Etwa 70% unsere Ortsgruppe wohnt im „nahen Evakuierungsradius“ (2-10 km) – und die Hälfte davon würde in so einem Fall NICHT sofort zum Einsatz kommen, sondern sich zuerst um Familie, Freunde und eigenen Besitz kümmern. (Das sind leider auch hauptsächlich die erfahrenen, alten Hasen, die wissen, was auf uns zukommt!) Mit viel Glück kämen die Kameraden dann später vielleicht wieder dazu, allerdings wäre es unwahrscheinlich, weil in dem Chaos nichts mehr funktioniert, wie man es bereitwillig plant, die Straßen wären voll, es wäre weiträumig abgesperrt, aufgrund der Menge an Einsatzfahrzeugen und durch Strahlung wird es Funkausfälle geben. Der Strom wird im betroffenen Bereich vermutlich vorübergehend ausfallen usw usw.

    Stets wird vergessen, das fast 70% der Einsatzkräfte FREIWILLIGE sind, die für den „Einsatz ihres Lebens“ nicht bezahlt werden – und doch setzt man voraus, dass diese Leute selbstverständlich einen „Supergau“ in den Griff bekommen, nachdem sie einmal vor ein paar Jahren eine Übung mitgemacht haben….
    Und immer wird es dem Bürger so verkauft, als könne es aufgrund der gelungenen Übung „unmöglich“ Probleme geben, wenn wirklich etwas geschieht.

    Man mag gar nicht darüber nachdenken, was bei einem Ernstfall wirklich passieren würde. Es gibt keine Übung, die das auch nur annähernd darstellen könnte. Jürgen P. hat völlig Recht: Wer dann keine Vorbereitungen getroffen hat und nicht für sich selbst sorgen kann, der hat ein echtes Problem.

  2. Ich sehe das ganze Problem darin, dass uns über 70 Jahre der Frieden eingebleut wurde und alle daran geglaubt haben!
    Friedenszeiten erfordern eben keine Katastrophenplanungen, oder Übungen! Darin sehe ich den Fehler, die vermeintliche Scheinsicherheit Menschen derart zu suggerieren, dass diese niemals an einen echten Angriff, Supergau etc. glauben noch damit rechnen!
    Leider kommt aber sehr wahrscheinlich wieder die Zeit, wo diejenigen, die sich trotz alle dem vorbereitet haben, besser dran sind, als diejenigen die sich immer noch in dieser Scheinsicherheit wägen!
    Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit erinnern, als es immer mal wieder Sirenenwarnungen gab, um durchzuspielen, welcher Sirenenton für Angriff steht und welcher nur für einen Brand eingesetzt wird!
    Das ist heutzutage leider Keinem mehr wirklich bewußt—also, wie warnt man somit eine Bevölkerung?
    Denn wenn es losgeht, kann es ja durchaus sein, dass weder Strom und somit sämtliche Mittel die Bevölkerung zu warnen, komplett ausgeschaltet sind!
    Spannend wird es allemal.

  3. Die „normale Bevölkerung“ interessiert niemanden in den entsprechenden Führungsetagen und schon gar nicht bei der Politik. Man kann als Bürger nur versuchen, nicht „Heldentum“ zu spielen, sondern sich vorrangig und ausschließlich um seine Familie und sich selbst kümmern – mit Köpfchen und flinken Füßen.
    Und falls ein paar Millionen Deutsche abkratzen, wen stört es wirklich?! Wir haben ohnehin schon eine extreme Überbevölkerung auf unserem schönen blauen Planeten…

  4. Hallo netzgemeinde

    In meiner Zeit beim Katastrophenschutz haben wir das beispiel KKW Grohnde einmal durchgespielt mit den üblicherweise vorherrschenden Wetterbedingungen .
    Bei einem Gau ala Tschernobyl ,naja vorsichtig formuliert , Desaströses Ergebniss , der Leserkommentar erfasst nicht im mindesten was dann los ist . Die Städte Hannover Braunschweig und Wolfsburg müssten je nach windrichtung teilweise oder sogar komplett Evakuiert werden inklusive allem was dazwischen liegt . Die direkte Umgebung des KKW würde von den Massnahmen ausgenommen nicht genug zeit für so etwas, die müssten sich erstmal selbst schützen .
    Der erforderliche aufwand für diese massnahmen spielten sich in einer größenordnung ab, die in keiner weise mehr beherrschbar wäre, Die Hauptfluchtrrichtungen liegen im einzugsgebiet der Wolke (nenne ich mal so ) sprich die A2 und A7 diese autobahnen sind eh jeden Tag verstopft ohne Fluchtbewegungen ganzer Bevölkerunggruppen . Mit den Fluchtbewegungen innerhalb von Minuten nach bekannt werden wäre dort keinerlei durchkommen . in Panik verfallen auf der autobahn stehend würden bereits nach minuten die ersten aussteigen und zu fuß flüchten (chancenloserweise) damit wäre der Verkehr komplett Lahmgelegt . Die vermuteten Opferzahlen waren bei unseren recherchen (panikreaktionen, Umfang der massen ect) innerhalb eines simulierten Tages 6 stellig .UNfallopfer , Raubopfer, Plünderungsopfer ect. inklusive strahlenkranker (die Wolke bräuchte etwa 3 stunden bis Hannover ( windrichtung nordost )). eine Evakuierung sämtlicher sozialer Einrichtungen und Krankenhäuser komplett unmöglich .

    Also von daher noch alles sehr positiv dargestellt . (übrigens war es keine Offizielle Stabs Übung sondern eine private mit entsprechend personen die sich dafür interessiert haben und eben kenntnisse des Katschutzes hatten , also nix geheimes oder so )

    1. Nana, Alexander, bitte nicht gleich „Overacting“ darstellen. Offenbar traust du den Einsatzkräften „gar nichts“ zu, außerdem ist deine Aussage nur teilweise korrekt. Und wenn man sich das mal richtig überlegt, macht ein vorsichtiger, bedachter Kommentar viel mehr Sinn, denn je mehr FALSCHE Panikmache vorhanden ist, desto eher brechen Dummheit und Chaos aus – und die Gewalt gewinnt gegen Vernunft und überlegte Handlungsweise. Viele sollten besser noch ein wenig selbst nachdenken und sich nicht noch „beim gehen die Schuhe zubinden lassen“.

      BtW:
      – Die Städte „Braunschweig (80km) und Wolfsburg (100km)“ müssten sicher NICHT vollständig evakuiert werden, in der (üblichen) Windrichtung allenfalls noch Hildesheim, wenn es schlecht läuft. Hannover liegt zwar auch in einem ungünstigen „40km-Radius“, aber in einer Windrichtung, die nun wirklich eher selten ist. Somit besteht dort mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Notwendigkeit oder Eile – es sei denn, der Wind spielt ein übles Spiel.

      – Für Hospital und Heime in Windrichtung heißt es in jedem Fall: Drin bleiben, bis weitere Maßnahmen möglich werden. Das ist machbar – und gerade bei Einrichtungen, die „außerhalb der inneren Gefahrenzone“ (< 40km) liegen, ist genau DAS ein wichtiger Teil des Plans. Wenn schließlich Evakuierungen nötig werden, dann so, dass niemand unnötig gefährdet wird. Bis dahin wird eine Versorgung gesichert.

      – Feuerwehren, KatSchutz und andere Behörden kümmern sich SELBSTVERSTÄNDLICH sofort, umfangreich und ganz besonders um die direkte Umgebung des KKW. Alles andere ist Unsinn – und niemand zweifelt daran, das sowas aufwendig ist. Leider ist es aber notwendig und unumgänglich.

      – So ziemlich jedem dürfte klar sein dürfte, was auf den Straßen los sein wird. Wer sich freiwillig auf "zugeparkte" Autobahnen begibt, dem ist nicht zu helfen. Einheimische und Ortskundige sollten also zunächst "gesittet" alle Wege nutzen, die zur Verfügung stehen. Nur nicht die Autobahn, solange nicht ausdrücklich darauf hingewiesen wird. Wenn dem so ist, werden – ab einem vorgegeben Abschnitt – ALLE Fahrspuren der BAB nur in EINE Richtung zu befahren sein, um den "Abfluß" in ungefährdete Gebiete zu erleichtern. (Wer nicht "schwachsinnig, übertrieben, panisch oder unüberlegt" jede Regel missachtet, der kommt auch ohne Unfall ans Ziel.)

      – "Sechsstellige" Opferzahlen sind beim AKW Grohnde natürlich Unsinn! Die "unmittelbare" und sofort zu evakuierende Gefährdungszone hat gerade mal eine untere, 5-stellige Einwohnerzahl (25.000 bis 30.000). Strahlenerkrankungen wird es natürlich in jedem Fall geben, vor allem in einem Radius von rund 20 km um das AKW und in den Fallout-Zonen. "In letzteren haben die Betroffenen daran aber meistens selbst ihren Anteil. Wer nicht schnell genug "weg" oder "zuhause sicher" ist, sollte sich wenigstens einen sicheren Raum suchen und nicht "im Regen tanzen"…)

      – Was deine "haufenweise" Raub- und Plünderungsopfer betrifft: In den ersten Tagen absolut unwahrscheinlich – und später durch Sondereinheiten sehr schnell in den Griff zu bekommen. Solche Möglichkeiten sind selbstverständlich in JEDEN Plan einbezogen. Und selbst die dümmsten Deppen werden sich nicht in verstrahlte Gebiete oder in Fallout-Niederschläge begeben. Zudem werden Plünderer dann nicht mehr "freundlich zu irgendwas aufgefordert", sondern es wird SOFORT scharf geschossen. (Es wird übrigens nach Notstandsgesetz vorgegangen – Ausnahmezustand!)

      Wie dem auch sei: Bei all dem Chaos wird sicher gerne mal vergessen, dass die weiter entfernten Städte zwar – je nach Windrichtung – durchaus einen (auch heftigen) "Fallout" abkriegen können, einer Strahlung aber natürlich nicht dauerhaft ausgesetzt sind. Hier würde es dann ausnahmsweise tatsächlich heißen: Wer in einigermaßen sicherer Entfernung (ab 50 km) wohnt – und womöglich nicht mal in Windrichtung – der sollte DRIN bleiben, genug Vorräte haben und einfach abwarten. Das ist um ein vielfaches sicherer, als überstürzt alles liegen zu lassen und sich ins unübersichtliche Chaos der ersten Stunden zu stürzen. Alles andere wird sich ergeben. Wer genug Vorräte parat hat, wäre drin in jedem Fall besser aufgehoben, als draußen in irgendeinem Stau.

      Nach einigen Tagen wird es wieder Regen geben, der keinen Fallout mehr bringt und wenigstens oberflächlich etwas wegspült. Wenn nach weiteren Tagen das schlimmste vorbei ist (weil man sich natürlich schnellstmöglich um die "direkte Umgebung" des KKW gekümmert hat), dann kann man in dieser Entfernung auch wieder nahezu ungefährdet aus dem Haus gehen. (Voraussetzung ist eben, dass genug Spezialisten u. Einsatzkräfte den GAU eindämmen können.) Das wäre dann die Zeit, wo KatSchutz und sonstige Dienste schließlich damit beginnen, Oberflächen zu dekontaminieren.

      Das man nichts mehr konsumieren sollte, was draußen "wächst und gedeiht", oder in der Weser schwimmt, versteht sich von selbst, ebenso wie man noch wochenlang nicht ungeschützt "Rasen mähen" sollte. ("Rasen mähen" steht für alles, was "draußen" gemacht werden könnte.) Eines ist und bleibt ganz klar: Wer sich vernünftig vorbereitet, wer viele Dinge berücksichtigt und sich nicht durch Panik blenden lässt, der hat die besten Chancen. Später kann sich jeder Einzelne immer noch überlegen, ob er sich dem Risiko einer erhöhten Strahlung in "angeblich sicheren Gebieten" dauerhaft aussetzen, oder lieber "auswandern" will…. (Ein innerer Radius um das KKW bleibt so oder so unbewohnbar, das steht außer Frage, aber sicher nicht die weiter entfernten Städte Braunschweig und Wolfsburg.)

      (Wer zu blöd ist, hat selbst Schuld, in jeder Hinsicht. Niemand will Kindermädchen für jeden mündigen Erwachsenen spielen, der eigentlich wissen sollte, was zu tun ist.)

      MfG

    2. Alexander, „die Wolke bräuchte etwa 3 stunden bis Hannover ( windrichtung nordost )???“

      Quatsch, Du redest Blödsinn, Eure „recherchen“ sind wohl eher Kinderspielchen und paniverbreitung nach zuviel katastrofenfilmen.
      Innehalb eines „simulierten“ Tages sechstellige Opferzahlen“, ohMan, was für ein Stuss! Selbst bis heute hat nichtmal Tschernobyl so viele Todesopfer gefordert.
      Bei solcher Windrichtung würde es -evtuell- Paderborn treffen, nicht Hannover. Dazu bräuchte es „Süd-West“ ….. der ist mehr als selten.
      Auserdem kanns du nicht sagen, das die wolke „3 stunden brauch. Sowas ist jeden tag anders und auch von windgeschwindigkeit und temparatur abhängig.
      Hauptfluchtrrichtungen liegen im einzugsgebiet der Wolke…? Einzugsgebiet der Wolke HAHAHA Was für ne Aussage soll das sein. Die A2 liegt zu 75% im jahr entgegen der vorherrschenden windrichtung und würde nichtmal von der wolke gestreift werden. (Und verfolgen tut die Wolke auch keinen..LOL) Ausserdem müssen die meisten einrichtungen Krankenhäuser usw garnich evakuiert werden, nur die in der nähe die in strahlungszone 1 liegn. Die verseuchten wolken ziehen weiter, einfach drinn bleiben und abwarten, nur rund um das kraftwerk ist alles verseucht und muss raus.

      Wenn du angeblich beim Katastrophenschutz warst, solltest du wenigtens sowas alles wissen und ein paar grundlegende fachbegriffe kennen.

  5. Ich gehe mal davon aus, daß gewisse Alterstrukturen und “ nützliche “ Berufsgruppen zeitig ihren Marschbefehl mit den erforderlichen Infos erhalten.

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