Im Zuge des Ukraine-Krieges und den andauernden Vorwürfen Russlands in Bezug auf „Nazis“ in Kiew stellte ich bereits folgendes fest:

Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen 2019 scheiterte trotz der Vereinigung aller relevanter faschistischer und neonazistischer Parteien unter dem Dach der Allukrainischen Vereinigung Swoboda ihr Anteil an der 5 Prozent-Hürde. Insgesamt kamen sie auf rund 4,3 Prozent. Ihr Stimmenanteil sank von über einer Million auf nur noch rund 315.500.

Das aktuelle ukrainische Parlament (Werchowna Rada,  »Oberster Rat«) setzt sich wie folgt zusammen:

Die SN (Sluha narodu (Diener des Volkes) ist die Partei des Gewinners der Präsidentschaftswahl 2019, dem 6. Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenski und vereinigt 254 Sitze unter sich.

Die Opposition besteht aus der Politischen Mitte bis Mitte-links und pro-russisch verorteten OP (Oposyzijna platforma – Sa schyttja (Oppositionsplattform – Für das Leben)) unter dem kremlnahen und engen Putin-Vertrauten Wiktor Medwedtschu mit 43 Sitzen.

Die AVV (Allukrainische Vereinigung »Vaterland«) unter der früheren Ministerpräsidentin Julija Tymoschenko errang 26 Sitze. Die politische Zuordnung dieser Partei ist schwer zu erfassen, vertritt sie doch zumeist populistische Positionen, teils links, Mitte-links oder national-demokratisch, liberalkonservativ oder Mitte-rechts.

Der Mitte-rechts ausgerichtete Partei ES (Europäischen Solidarität) unter Ex-Präsident Petro Poroschenko erhielt 25 Sitze. Und die liberale ST (Partei Stimme) unter Julija Leonidiwna Klymenko 20 Sitze. Andere unbedeutendere Parteien und Unabhängige erreichten 56 Sitze.

Sitzverteilung in der Werchowna Rada
Partei Prozent Mandate
nach Parteiliste
Direktmandate Insgesamt
SN 43,16 124 130 254
OP 13,05 37 6 43
AVV 8,18 24 2 26
ES 8,10 23 2 25
ST 5,82 17 3 20
andere Parteien
Unabhängige
56 56

 Quelle Screenshot/Bildzitat: https://ukraine-nachrichten.de/offizielle-ergebnisse-vorgezogenen-parlamentswahlen-2019_4926

Erst gar nicht zur letzten Parlamentswahl angetreten ist die Volksfront von Ex-Regierungschef Arsenji Jazenjuk, die 2014 mit über 22 Prozent und knapp 3,5 Millionen Stimmen stärkste Kraft wurde. Ein Teil der Abgeordneten, wie beispielsweise Parlamentschef Andrij Parubij, zieht über die Liste von Poroschenko dennoch wieder in die Rada ein. Parubij ist Mitbegründer der rechtsextremen, nationalsozialistischen und antisemitischen Sozial-Nationalen Partei der Ukraine (heutige Swoboda-Partei). Auf ihn werde ich noch zu sprechen kommen. Obwohl die SwobodaPartei bei den letzten Wahlen nur etwas mehr als zwei Prozent der Stimmen bekam, erhält sie jährlich rund 890.000 Euro zur Parteifinanzierung aus dem Staatshaushalt.


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Putins Aussagen, die Ukraine würde von Faschisten regiert, ist also eine Lüge, rechtfertigt gleich gar nicht einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen das Nachbarland. Die Rechtsextremen spielen in der Ukraine politisch keine Rolle mehr. Und auch keine rechtsextreme Partei ist mehr mitbestimmend in der Rada vertreten.

Allerdings sah das einmal ganz anders aus: Nämlich bei der Übergangsregierung, die nach den Maidan-Aufständen gegründet wurde. Zu diesem Zeitpunkt tummelten sich tatsächlich Rechtsextreme, Faschisten, Antisemiten und Russophobe  in hohen politischen Ämtern – und das mit tatkräftiger Unterstützung des Westens.

So gab es längst bedenkliche Verbindungen. Vor allem in die USA!

So sollen sich Mitglieder der Organisation der Ukrainischen Nationalisten (OUN) mithilfe der CIA einst nach Westeuropa und in die USA abgesetzt haben. Das jedenfalls behauptet der US-Journalist Russ Bellant in seinem Buch Alte Nazis, neue Rechte und die Republikanische Partei. So soll die OUN-B (der Stepan Bandera-Flügel der ukrainischen Nationalisten) in den Vereinigten Staaten unter dem Banner des Ukrainian Congress Committee of America (UCCA) weiterexistieren. Die UCCA wurde 1940 gegründet und vereint heute zwanzig ukrainische Organisationen und über fünfundsiebzig Niederlassungen in den USA.

Tatsächlich wird Stepan Bandera, der einstige Führer der OUN-B auf der Website der UCCA als »treuester Held und Patriot«, als ein »Symbol für den revolutionären Kampf für einen ukrainischen Staat« und als »“Inspiration für die Ukrainer rund um den Globus« bezeichnet.

Auch Roman Shukhevychs findet als »herausragender Führer der ukrainischen Befreiungsbewegung« wohlwollende Worte. Shukhevych war OUN-B-Kommandeur des Bataillons »Nachtigall«, das in Lemberg und Weißrussland mitverantwortlich für den tausendfachen Tod von Juden und anderen war.

Bis Mitte der 1980er Jahre soll die Administration des damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan mit UCCA-Mitgliedern »durchsiebt« gewesen sein. Beispielsweise war Lev Dobriansky, der Vorsitzende der UCCA, Botschafter auf den Bahamas. Seine Tochter Paula saß im National Security Council. Während der Maidan-Proteste half die UCCA zudem bei der Organisation von Kundgebungen in US-amerikanischen Städten.

Reagan begrüßte sogar 1983 den führenden Bandera-Anhänger Jaroslaw Stezko im Weißen Haus. Stezko wurde am 30. Juni 1941 in Lemberg zum Präsidenten ausgerufen, als die OUN-B die Wiederherstellung eines unabhängigen ukrainischen Staates proklamierte. Bis 1968 stand er an der Spitze der Organisation. Zudem kooperierten während des Kalten Krieges US-Geheimdienste mit dem ukrainischen Nationalisten Mikola Lebed, einem ausgeprägten Nazi-Anhänger.

In diesem Zusammenhang sollte auch nicht vergessen werden, dass Viktor Juschtschenko den OUN-B-Führer Bandera einst als »Held der Nation« bezeichnet hatte.


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Von 1999 bis 2001 war Juschtschenko Ministerpräsident und – im Zuge der »Orangenen Revolution« – von 2005 bis 2010 Präsident der Ukraine. Seine zweite Ehefrau, die ukrainischstämmige US-Amerikanerin Kateryna Tschumatschenko hatte sowohl in der Reagan-, als auch in der George H.W.Bush-Administration im State Department und im Finanzministerium gearbeitet. Sie kam als Vertreterin der US-Ukraine Foundation in die Ukraine.

Die USUF ist eine 1991 gegründete gemeinnützige, nicht staatliche Organisation, die Demokratie, einen freien Markt und Menschenrechte für die Ukraine unterstützt, um Frieden und Wohlstand aufzubauen. Ihr weiteres Ziel ist die Ukraine als Eckpfeiler der regionalen Stabilität und als vollwertiger Partner in der Gemeinschaft der Nationen einzubringen.

Im Vorstand der USUF war aber auch der einflussreiche Republikaner und Lobbyist Grover Norquist, der einst rechtsgerichtete Organisationen für die Unterstützung von George W. Bushs Präsidentschaft gewann.

Juschtschenkos Frau Kateryna Tschumatschenko saß zudem in den Gremien der New Atlantic Initiative, sowie der Heritage Foundation. Beides sind neokonservative Think Tanks. Tschumatschenko soll mit dazu beigetragen haben, »neue historische Mythen« zu verbreiten, so der amerikanische Publizist Steve Wiseman.

Die neokonservativen Hardliner, die sogenannten »Falken«, wie beispielsweise George W. Bush, befürworteten eine militärische Konfliktregelung, zu denen auch Präventivschläge zählten. Sie wollten die US-amerikanische Hegemonie in der Welt sichern, was wohl nichts anderes bedeutet, als »unter ihre Schirmherrschaft« zu bringen. So sprach George Bush Senior nicht umsonst von einer »Neuen Weltordnung.«

Die Neokonservativen unterstützen zudem einen rigorosen Antikommunismus. Schon Ronald Reagan sprach von der ehemaligen Sowjetunion als vom »Reich des Bösen.«

So kam die Ukraine über ihren damaligen Ministerpräsidenten und Präsidenten Juschtschenko und seiner Ehefrau massiv mit neokonservativem Gedankengut zusammen.

Die CIA benutzte bei ihren Unterminierungsoperationen auch private Stiftungen, wie beispielsweise die Ford-Foundation.

Der Politologe Alexej Pilko sagt dazu: »Diese Stiftungen wurden gegründet, die ‚US-freundlichen Regimes‘ im Ausland zu unterstützen. Nach dem Zweiten Weltkrieg führten die USA eine harte und gezielte Arbeit aus, um den Einfluss Washingtons zu verbreiten. Zu diesem Zweck wurden einige spezielle Institutionen gegründet, die während des Kalten Krieges erprobt wurden. Heute funktionieren sie perfekt und erfüllen alle von Washington gestellten Aufgaben.«

Der amerikanische Publizist Steve Wiseman nennt einige »Player« dieser »nicht-militärischen Infrastruktur des amerikanischen Imperialismus«: die National Endowment for Democracy (Stiftung zur Förderung der Demokratie) (NED), die United States Agency for International Development (Behörde der Vereinigten Staaten für internationale Entwicklung) (USAID) oder das United States Institute of Peace (US-Friedensinstitut) (USIP). Zudem würden weitere verschiedene Gruppierungen und private Auftragnehmer für die Arbeit vor Ort eingesetzt.

Nicht verwunderlich ist es dann, wenn die Europäische Union Anfang April 2004 erklärte, Dutzende Beamte in die Ukraine, nach Georgien und Moldawien zu schicken, um »Aufbauarbeit in Sachen Demokratie« zu leisten. Das heißt wohl nichts anderes, als diese Länder »westlich« (US-EU) und natürlich im Sinne geostrategischer Politik zu instrumentalisieren.

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2 Gedanken zu „VERSCHWIEGEN: Die USA, die CIA und die ukrainische Nationalisten (1)“
  1. Parallelen zur Wahl in Frankreich sind festzustellen ! Überall das Gleiche , überall wird gefälscht, um an der Macht und an den Fleischtöpfen zu bleiben !

  2. Man muß im Sinne der selbstständigen Ukraine die strikt antikommunistische Haltung v. Bandera u. Co. deren auch strikte antijüdische Komponente
    leider in Kauf nehmen, sonst würde dem ukrainischen Widerstand gegen die Sowjets bzw. heute Russen das Genick brechen, denn nur diese „anti-
    (Kommunismus x) Kräfte“ unterhalten auch den jetzigen Widerstand gegen Putin! Das ist leider ein Fakt, den man nicht unterdrücken kann,
    es ist einfach so! Man kann nur in der Zukunft der Ukraine vor Eintritt in die EU deutlich machen, dass sie die Sache mit dem Antijudaismus in der EU
    aufgeben muß, anderenfalls sie nicht aufgenommen werden kann, so kann oder muß die Lösung aussehen.

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