Ein Beispiel für Kindesmissbrauch in Sekten ist laut Stephen A. Kent, Doktor der Philosophie, Professor für Soziologie an der University of Alberta, lehrt Bachelor- und Masterkurse in Religionssoziologie und Soziologie sektiererischer Gruppen, widmet sich zudem der Glaubensgemeinschaft der »Mormonen«:

In einem westlichen Kontext bleiben die bekanntesten polygamen praktizierenden fundamentalistischen Mormonen, die vielleicht 50.000 Praktizierende umfassen, die sich in und um Utah (insbesondere Arizona, Texas, Idaho und Montana) und in British Columbia, Kanada, konzentrieren.

Die Führer dieser abweichenden Mormonengruppen glauben, dass ihre Praxis der Polygamie mit (angeblichen) Offenbarungen übereinstimmt, die Joseph Smith, der Gründer der Mormonen, am 12. Juli 1843 erhalten hat Ehen auf Zeit [d. h. nur für dieses Leben] und Ehen für die Ewigkeit [d. h., die für immer bis in den angeblich himmlischen Bereich andauern] (Altman & Ginat, 1996, S. 27; siehe Lehre und Bündnisse 132, S. 15–16 , 18–20). Insbesondere in der Mormonensammlung angeblicher Offenbarungen an Smith, Lehre und Bündnisse, soll Gott zu Smith Folgendes gesagt haben: Und noch einmal, was das Gesetz des Priestertums betrifft – wenn jemand eine Jungfrau heiratet und eine andere heiraten möchte, und die erste ihr Einverständnis gibt, und wenn er die zweite heiratet und sie Jungfrauen sind und keiner anderen geschworen haben, dann ist es gerechtfertigt; er kann keinen Ehebruch begehen, denn sie sind ihm gegeben; denn er kann nicht Ehebruch begehen mit dem, was ihm und sonst niemandem gehört. (…) Und wenn ihm durch dieses Gesetz zehn Jungfrauen gegeben wurden, kann er nicht ehebrechen, denn sie gehören ihm; deshalb ist er berechtigt. (Lehre und Bündnisse 132, S. 61–62; siehe Kent, 2011, S. 166, 187–188, Anm. 46) (Einige Kritiker folgern jedoch, dass die [angebliche] Offenbarung teilweise dazu gedacht war, Smiths Frau Emma zur Einhaltung der Praxis zu zwingen [Altman & Ginat, 1996, S. 27; siehe Doctrine and Covenants 51; Muncy, 1973, S . 130]). Auf jeden Fall hatte Smith schließlich Dutzende von »Pluralfrauen«, darunter eine 14-jährige (Helen Mar Kimball, Tochter des Mormonen-Apostels Heber C. Kimball), eine 15-jährige und zwei 16-jährige (…) (Ostling & Ostling, 1999, S. 61; Tanner & Tanner, 1996, S. 4, 6).


Print bei Amazon >>> ERHÄLTLICH!

ebook bei Amazon >>> ERHÄLTLICH!


Weiter: Besonders wegen der angeblichen Betonung der Jungfrauen in der Offenbarung verspürten polygame Mormonen-Männer einen Altersdruck in Bezug auf ihre neuen Bräute – ein Wettbewerb, um die jungen Frauen als Bräute zu gewinnen, bevor es jemand anderes tat. Tatsächlich versuchten zwischen 1856 und 1857 so viele Mormonen, eine »Mehrehe« einzugehen, dass ein Zeitgenosse schrieb: »‚Alle versuchen, Frauen zu bekommen (…) bis es in Utah kaum noch ein 14-jähriges Mädchen gibt, aber was [sic] ist verheiratet oder wird es einfach sein’« (Wilford Woodruff, in Van Wagoner, 1989, S. 92).[2]

1890 führte jedoch der Druck des Bundes gegen die Mormonen dazu, dass der Führer der Gruppe offiziell auf die Praxis verzichtete, aber die Fundamentalisten machten weiter (selbst auf Kosten ihrer Mitgliedschaft in der Hauptorganisation der Heiligen der Letzten Tage [Altman & Ginat, 1996: 43–48]). Obwohl die umfangreiche Forschung zur mormonischen Polygamie bei der Beschreibung der Handlungen ihrer Gründungsfiguren Begriffe wie Kindesmissbrauch vermeidet, haben die jüngsten Ereignisse die Neigung einiger ihrer fundamentalistischen Erben zum sexuellen Missbrauch von Kindern in ihrer Obhut ans Licht gebracht (…) Das Verhalten zahlreicher polygamer Männer im Südwesten der USA zeigt den engen Zusammenhang zwischen Pädophilie/Ephebophilie und Polygamie.

Und: Kritiker (die oft ehemalige Mitglieder waren) der Polygamie erkannten, dass die Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City die perfekte Gelegenheit boten, diese Praktik aufzudecken (Woodward, 2002); seitdem haben Medien auf der ganzen Welt, zusammen mit den Generalstaatsanwaltschaften in Utah und Arizona, es genau unter die Lupe genommen. Regierungen, Medien und ehemalige Mitglieder waren sich einig, dass zu den ungeheuerlichsten Aspekten der Polygamie die weit verbreitete Praxis polygamer Ehen von Minderjährigen mit Mädchen im Alter von 12 oder 13 Jahren gehört, mit dem Versprechen, dass der Staat Erwachsene, die an solchen Vereinbarungen beteiligt sind, strafrechtlich verfolgt.


LESEN SIE HIER SÄMTLICHE VERSCHWIEGENEN HINTERGRÜNDE:

Band 1: Bei Amazon >>> ERHÄLTLICH!

Band 2: Bei Amazon >>>ERHÄLTLICH!

Band 3: Bei Amazon >>> ERHÄLTLICH!


Quellen: [i] Vgl. Stephen A. Kent, University of Alberta, Edmonton: »Religious Justifications for Child Sexual Abuse in Cults and Alternative Religions« in: International Journal of Cultic Studies Vol.3, 2012, 49-74 (https://www.icsahome.com/articles/religious-justifications-for-child-sexual-abuse-in-cults-kent-ijcs-2012)/Zugriff: 03.01.22

[ii] Vgl. Stephen A. Kent, University of Alberta, Edmonton: »Religious Justifications for Child Sexual Abuse in Cults and Alternative Religions« in: International Journal of Cultic Studies Vol.3, 2012, 49-74 (https://www.icsahome.com/articles/religious-justifications-for-child-sexual-abuse-in-cults-kent-ijcs-2012)/Zugriff: 03.01.22





Foto:  KI-Bild (Canva.com/Magic-Media)


Sozialkritisch – couragiert – investigativ – jenseits des Mainstream-Journalismus – spannende, ungewöhnliche + schockierende Belletristik

Mein YouTube-Kanal (anklicken!)

Mein Bitchute-Kanal (um der YouTube-Zensur zu entgehen) (anklicken!)

Gettr: https://gettr.com/user/guidograndt

Telegram: https://t.me/GrandtGuido

      TikTok: https://www.tiktok.com/@guidograndt


DENKEN SIE IMMER DARAN: SIE HABEN EIN RECHT AUF DIE WAHRHEIT!


Rechtlicher Hinweis: 


Kollegen/Gastbeiträge: Die Meinung des Autors/Ansprechpartners kann von der Meinung der Blogbetreibers abweichen. Grundgesetz Artikel 5 Absatz 1 und 3 (1) „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“


Der Autor übernimmt keinerlei Haftung für Schäden, die durch falsche Schlussfolgerungen jeglicher Art aus diesem Artikel entstehen könnten. Die in dem Artikel weitergegebenen Informationen beruhen auf einer intensiven Recherche – trotz dieser Bemühung können Fehler auftreten. Der Autor schließt Haftungsansprüche jeglicher Art aus.

Ein Gedanke zu „»Jungfrauen gehören euch!« – Pädokriminalität bei den »Mormonen«“
  1. Ekelhaft diese Kinderschänder. Und keiner zieht sie zur Rechenschaft.
    Hoffentlich holt alle mal der Teufel und quält sie jeden Tag.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert