Heute geht es um Krieg und Frieden.
Nicht nur in der Ukraine.
Der ukrainische Präsident Wolodymir Selenskyj tritt heute US-Präsident Donald Trump nicht im Alleingang gegenüber: Mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Bundeskanzler Friedrich Merz, den Staatschefs Emmanuel Macron aus Frankreich, Keir Starmer aus Großbritannien, Giorgia Meloni aus Italien, Alexander Stubb aus Finnland und dem NATO-Generalsekretär Mark Rutte an seiner Seite sucht er Rückendeckung durch ein europäisches Bündnis.
Ziel der Europäer: Trump wieder auf ihre Seite ziehen, nachdem der Amerikaner in Alaska sich auf Putin zubewegt hatte.
Dabei zündeln sie aber auch mit dem Gedanken an eine Stationierung von Bodentruppen ihrer Länder in der Ukraine mit einer gefährlichen Eskalation des Krieges!
Russlands offizielle Kriegsziele sind klar: Demilitarisierung, „Entnazifizierung“, Neutralität und die Anerkennung der vier annektierten Oblaste (Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja).
Donald Trump versucht nun, mit einem „großen Deal“ zwischen Moskau und Kiew Frieden zu erzwingen – und stellt Forderungen, die Europa spalten und Selenskyj innenpolitisch an den Rand drängen.
Land gegen Sicherheit, Rohstoffe gegen Schutz, Neutralität gegen Investitionen: Trumps Agenda ist so kompromisslos wie riskant.
Der Deal, der möglich wäre – aber nicht zustande kam
Laut Andrew Korybko, ein in Moskau ansässiger amerikanischer politischer Analyst, zeichnete sich ein Kompromiss ab, der den Weg zum Frieden ebnen könnte – eine Vereinbarung, auf die nun Präsident Selenskyj reagieren müsse.
Wahrscheinlich bezieht sich der Autor auf die Rahmenbedingungen, die bei dem Treffen zwischen Trump und Putin in Alaska sowie in der anschließenden Diplomatie formuliert wurden:
Landabtretungen gegen Sicherheitsgarantien im Austausch für einen direkten Friedensschluss statt eines einfachen Waffenstillstands.

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Trumps Kernforderungen
Donald Trump trat bei den Verhandlungen in Alaska mit einer klaren Agenda auf:
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Unmittelbarer Friedensschluss statt Waffenstillstand
Trump will eine schnelle Lösung, die sofort Frieden bringt. Ein Waffenstillstand – also ein zeitlich befristetes Einfrieren der Fronten – ist ihm zu wenig. Er fordert einen direkten Friedensvertrag, der die Karten neu mischt. Damit erhöht er den Druck auf Kiew, sofort nachzugeben, anstatt auf einen langsamen Prozess zu setzen. -
Land gegen Sicherheit
Zentral ist die Idee, Teile der bereits von Russland kontrollierten Regionen – allen voran Teile des Donbas – offiziell abzugeben. Im Gegenzug soll die Ukraine Sicherheitsgarantien im NATO-Stil erhalten. Das hieße: westliche Militärmächte verpflichten sich, im Ernstfall die Ukraine wie ein Mitgliedstaat zu verteidigen. -
„Gotta make a deal“ – Druck auf Kiew
In typisch trumpesker Rhetorik machte er unmissverständlich klar: Die Ukraine müsse „einen Deal machen“. Russland sei „eine sehr große Macht“ – die Ukraine nicht. Sein Subtext: Wer sich weigert, gefährdet nicht nur die Zukunft des eigenen Landes, sondern auch das Verhältnis zu den USA. -
Rohstoff- und Investitionsabkommen
Weniger beachtet, aber ebenso bedeutend: Trump knüpft die Friedenslösung an einen Deal, bei dem die Ukraine ihre Rohstoffe – Öl, Gas, Mineralien, seltene Erden – in einen gemeinsamen Investitionsfonds mit den USA einbringt. Kritiker sprechen von einem „Ausverkauf“ oder gar von „Enteignung“ ukrainischer Ressourcen als Preis für amerikanischen Schutz. -
Sicherheitsgarantien „light“
Trump lässt offen, ob die Ukraine wirklich NATO-Mitglied werden soll. Stattdessen stellt er eine Art Artikel-5-Ersatz in Aussicht: bilaterale oder multilaterale Garantien durch die USA und europäische Verbündete, ohne dass die gesamte Allianz formell eingebunden wäre.
Warum dieser Deal (noch) nicht zustande kam
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Verfassungsrechtliche Blockaden der Ukraine
Selenskyj lehnte Territorienabgaben klar ab – seine Verfassung untersagt solche Zugeständnisse. Ebenso besteht enormer politischer Druck aus der Bevölkerung, keinen Landverlust zu akzeptieren. -
Europäische Skepsis
Führende EU-Staaten warnen vor einem „Deal über die Köpfe der Ukrainer hinweg“. Sie fürchten nicht nur einen Dammbruch für internationale Grenzen, sondern auch massiven innenpolitischen Schaden, wenn sie Trumps Linie folgen.
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Zeitdruck und informeller Charakter des Deals
Der Vorstoß Trumps wirkte für die Europäer teils überhastet und nicht grundlegend vorbereitet – Gespräche über Friedensvereinbarungen ohne formellen Waffenstillstand wurden als riskant eingeschätzt . -
Nicht-transparenter Rohstoff-Deal
Die Umverteilung ukrainischer Ressourcen zugunsten der USA stieß auf Kritik – Experten sprechen von unangemessenen Bedingungen oder gar Enteignung .
Anderen Quellen nach erwartet Trump wahrscheinlich von Selenskyj:
- Dass Selenskyj zustimmt, entweder: die Größe seiner Streitkräfte nach dem Ende des Konflikts zu reduzieren;
- die Rada dazu zu bringen, die Verherrlichung ukrainischer Nazi-Kollaborateure aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zu kriminalisieren
- und/oder antirussische Gesetze aufzuheben;
- die Verfassungsänderung von 2019 über den Beitritt zur NATO zu streichen;
- und/oder die Verfassung so zu ändern, dass Landabtretungen leichter möglich sind, ohne zuvor einen erfolgreichen gesamtukrainischen Referendum durchführen zu müssen.
Sollte Selenskyj nicht einlenken, könnte Trump:
- Den Umfang des Plans vom Juli, neue US-Waffen an die NATO zu verkaufen, um sie an die Ukraine weiterzuleiten, stark reduzieren oder sogar aufgeben;
- drohen, alle militärischen Beziehungen zu jedem Land abzubrechen, das Truppen in die Ukraine schickt;
- drohen, weitere Zölle auf Länder zu verhängen, die die Rada nicht „kreativ ermutigen“, die genannten Reformen zu verabschieden;
- und/oder drohen, die US-Rolle in der NATO zu reduzieren, falls die Mitglieder nicht explizit ihre Ablehnung eines ukrainischen Beitritts erklären.

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Europas Gegenstrategie: Bodentruppen der „Willigen“
Während Trump Kiew zu einem schnellen Friedensschluss drängt, diskutieren europäische Staaten hinter den Kulissen über einen eigenen Eskalationsschritt: die Entsendung von Bodentruppen durch eine „Koalition der Willigen“. Besonders aus London, Paris und Warschau kamen zuletzt Signale, dass man notfalls bereit sei, ohne NATO-Mandat militärisch in der Ukraine präsent zu sein – offiziell zum Schutz kritischer Infrastruktur oder zur Ausbildung ukrainischer Soldaten, faktisch aber als direkte Kriegspartei.
Damit entsteht eine brandgefährliche Dynamik:
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Trump droht, alle militärischen Beziehungen zu Ländern abzubrechen, die eigene Truppen in die Ukraine entsenden.
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Russland warnt, dass jede europäische Bodentruppe als „legitimes Ziel“ betrachtet wird – mit unkalkulierbaren Folgen.
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Europa selbst riskiert, durch einen solchen Schritt den Krieg endgültig auf eigenes Territorium zu ziehen, sollte Moskau Vergeltung üben.
Das Risiko
Eine „Koalition der Willigen“ könnte den Krieg in eine neue Phase katapultieren:
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Direkte Konfrontation mit Russland – keine Stellvertreterlogik mehr, sondern westliche Soldaten im Kampfgebiet.
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Spaltung der NATO – denn nicht alle Bündnisstaaten würden mitziehen, während Trump klar macht, dass er eine US-Beteiligung verweigern könnte.
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Gefahr einer Eskalation bis hin zur nuklearen Dimension – sobald russische Angriffe auf europäische Truppen erfolgen, stünde die Frage im Raum, ob Artikel 5 greift oder nicht.
Damit droht Europas eigenmächtiges Handeln nicht nur den möglichen „Trump-Deal“ zu sabotieren, sondern den Krieg dramatisch zu verschärfen – mit unabsehbaren Konsequenzen für die Sicherheit des Kontinents.
Fazit
Trumps Vorstoß zeigt: Der Ukraine-Krieg ist längst nicht mehr nur ein militärischer Konflikt, sondern ein geopolitischer Machtpoker.
Sein „Deal“ bietet Frieden – aber zu einem hohen Preis: territoriale Verluste, verfassungsrechtliche Brüche, Rohstoffabgaben und außenpolitische Abhängigkeiten.
Für Kiew bedeutet Einlenken den Verlust von Souveränität, für Europa den Verlust von Einfluss, für Washington einen strategischen Triumph.
Ob das Ende des Krieges damit wirklich in greifbare Nähe rückt – oder ob es nur der Auftakt zu neuen Verwerfungen ist –, hängt allein davon ab, wie lange Selenskyj dem Druck aus Washington und Moskau noch standhalten kann.
Und, ob die Europäer tatsächlich Bodentruppen in der Ukraine stationieren und damit den Weltfrieden massiv gefährden!
Quellen: https://tkp.at/2025/08/17/was-den-grossen-ukraine-deal-noch-verhindert/; https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/ukraine-gipfel-in-washington-heute-geht-es-um-krieg-und-frieden-68a1febdbdc63e69381b90c4;https://korybko.substack.com/p/whats-standing-in-the-way-of-a-grand



Wenn ich die ganzen Visagen ansehe auf dem Bild wird mir nur noch schlecht.