Mitten in den Wirren des Zweiten Weltkriegs begann für meine Familie eine Odyssee, die von Hunger, Kälte, Bombenhagel und unvorstellbarer Grausamkeit geprägt war. Aus der Freien Stadt Danzig vertrieben, gejagt von Tieffliegern, gedemütigt in dänischen  Lagern und gezeichnet von Verlusten, kämpften sie um jedes Leben – und oft auch um ihre Menschlichkeit. Es war eine Geschichte von Flucht und Überleben, aber ebenso ein Mahnmal gegen das Vergessen.

TEIL 2


In einem Internierungslager in Dänemark, von denen es 1949 mehr als 460 gab, wurden die deutschen Flüchtlinge samt meiner Familie als »Tyske swin«, als »deutsche Schweine«, empfangen und beschimpft. Das gehört ebenfalls zur historischen Wahrheit. Das Lagerleben war hart und die Feindseligkeiten groß.

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HINTERGRUND:

Seit 1940 war Dänemark von der deutschen Wehrmacht besetzt. 1943 versank das Land im Ausnahmezustand und damit auch die Versorgungslage der dänischen Bevölkerung, die sich dementsprechend gegen die deutschen Flüchtlinge, die hier untergebracht wurden, wehrten.

Die deutschen Vertriebenen jedoch, die dort ankamen, waren von den Strapazen der Flucht und des Hungers zumeist so geschwächt, dass viele von ihnen starben. 1945 waren es mehr als 13.000. Darunter alleine 7.000 Kleinkinder unter fünf Jahren.

Tatsächlich kamen im Mai 1945 rund 250.000 deutsche Vertriebene auf vier Millionen Dänen. Das erklärte Ziel der dänischen Politiker war es jedoch, die »ungeladenen Gäste« so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Schlimmer noch: Der dänische Ärzteverband verweigerte den Deutschen sogar die medizinische Versorgung!

Die dänische Historikerin Kirsten Lylloff sprach im Zusammenhang der Tatsache, dass die Ärzte sich weigerten zu helfen, von der »größten humanitären Katastrophe der Neuzeit in Dänemark.« Als Ursache hierfür sah sie den »ethnischen Hass der Bevölkerung gegen alles Deutsche.«

Von den streng bewachten Internierungslagern gab es 1949 mehr als 460. Das größte war in Oksbøl (auch: Oxböl) an der Westküste Jütlands, einem ehemaligen Wehrmachtsstützpunkt, in dem bis zu 36.000 Menschen in Baracken lebten.


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Der MDR berichtete hierzu: »Der Kontakt zur einheimischen Bevölkerung ist streng verboten. Es herrscht ein sogenanntes Fraternisierungsverbot, Verstöße dagegen werden geahndet. Gleichzeitig fördert man innerhalb der Lager die Pflege der deutschen Sprache und Kultur. Jede Art der Integration soll so unbedingt verhindert werden.«

Und weiter: »Die Lebensbedingungen sind von Lager zu Lager sehr unterschiedlich. Oft mangelt es an ausreichender Verpflegung und medizinischer Versorgung. Die Menschen leben in den Baracken auf engstem Raum, oftmals Männer, Frauen und Kinder gemeinsam in Mehrbettzimmern. Für ein bisschen Privatsphäre teilt man die Betten mit Laken und Decken notdürftig ab. Dafür können sich die Insassen innerhalb des Lagers frei bewegen. Es gibt Schulunterricht für die Kinder, man organisiert Kino-, Theater- und sogar Tanzveranstaltungen gegen den Lagerkoller. Seltener dürfen die Flüchtlinge außerhalb des Lagers arbeiten – zum Beispiel auf dänischen Bauernhöfen.«

Im Spiegel berichtete eine Zeitzeugin und Betroffene über das Leben im Lager Oxböl: »Das Gelände, das vorher ebenfalls von der Wehrmacht genutzt worden war, wurde von einem hohen Maschendrahtzaun umgeben und war in Blöcke aufgeteilt. Ein Block bestand aus bis zu zehn Baracken (…) Zu jedem Block gehörte eine Großküche, von der wir unser Essen holen mussten. Außerdem gab es einen See, in dem wir baden durften. Die erlaubte Grenze war durch Bojen gekennzeichnet. Als ein junger Mann einmal über diese Linie hinausschwamm, wurde er von einem Wachsoldaten unter Feuer genommen und am Bein verwundet.«

Und weiter: »In jedem Raum waren 12 bis 20 Menschen untergebracht: Männer, Frauen, Kinder. Es gab Doppelstockbetten und jeder versuchte, seinen Bereich mit Decken abzutrennen, um ein bisschen Privatsphäre zu haben.«

Insbesondere für Kinder, die auf der Flucht (oder schon zuvor) ihre Eltern verloren hatten, war die Situation mehr als schwierig. Auch sie wollten die Dänen schnell wieder loswerden und isolierten sie deshalb vollständig!

Selbst die Versorgung war teilweise katastrophal. Kein Wunder, dass rund 10.000 dieser Kinder unter fünf Jahren alleine in dänischen Internierungslagern etwa an Hunger, Magen-Darminfektionen und Lungenentzündungen starben.


Zurück zu meiner Familie: 1948 ging es für meine Familie dann aus dem dänischen Lager weiter mit dem Zug nach Süddeutschland, wo sie eine neue Heimat in einem kleinen schwäbischen Dorf fand.


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Doch auch dort wurden die Flüchtlinge alles andere als freundlich empfangen. Ganz im Gegenteil. Zehn Jahre später kam mein Großvater, der als Wehrmachtssoldat bei der »Operation Barbarossa« (dem Russlandfeldzug) kurz vor Moskau von den Sowjets gefangengenommen worden war, aus einem sibirischen Gefangenenlager zurück. Die Kernfamilie war endlich wieder vereint …

Soweit also meine »eigene« Generationsgeschichte um Flucht und Vertreibung. Daraus resultiert von je her mein großes Interesse an zeithistorischen Themen zum Zweiten Weltkrieg, über die ich viele Jahre hinweg akribisch recherchiert habe.

Astrid von Friesen beschrieb in Der lange Abschied wohl die psychischen Spätfolgen in der zweiten Generation deutscher Vertriebener, die eine gespaltene Kindheit durchlebte, zu der auch ich als Nachgeborener von solchen (väterlicherseits) gehöre: »Einerseits die Erzählungen und Mythen vom Zuhause der Eltern, dieser Fata Morgana, zusammengesetzt aus elterlichen Kindheitsidealisierungen, aus Sehnsucht, Überhöhung und Unerreichbarkeit, andererseits das Leben in Armut, kleinen Wohnungen, der Trennung vom Familienclan, der in alle Himmelsrichtungen verstreut war, also mit der Schizophrenie zwischen früher und heute.«

Fazit:

Die Erzählungen meiner Großmutter, die Erinnerungen meines Vaters und meiner Onkel und Tanten, und die stummen Blicke jener, die das Grauen nicht mehr in Worte fassen konnten, haben mich geprägt. Sie sind Teil meines Erbes – ein Erbe aus Schmerz, Verlust und der unerschütterlichen Sehnsucht nach Frieden.

Wer diese Geschichten kennt, versteht, dass Krieg niemals nur eine historische Episode ist. Er hinterlässt Narben, die Generationen überdauern. Und deshalb müssen wir erzählen. Immer wieder. Damit niemand vergisst. In diesem Geiste habe ich auch das vorliegende Buch geschrieben.


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Ein Gedanke zu „»Hölle aus Eis und Feuer« – Die grausame Flucht und Internierung meiner Familie aus Westpreußen (2)“
  1. ja, es berichten Viele von den zu spät Geflüchteten. Ihre ihnen zugeteilten ausländischen Kriegs-Gefangenen Mitarbeiter wußten meist mehr und haben oft gemahnt, daß man vorzeitig WEG müsse. Auch durchreisende Offiziere haben Klar-Text geredet. Es schien nicht ins Konzept zu passen ALLE Nachrichten realistisch einzusortieren. Eine etwas mit hellen Sinnen gesegnete Frau hatte 2 Jahre vor RU-Eroberung immer wieder einen Traum, wo ihr EIN-dringlich gesagt wurde: pack alles zusammen, nimmt Kinder und Alte mit und geh ins Kernland! Sie hat diesen aufrüttelnden Traum noch nicht einmal mit einem Vertrauten besprochen, einfach versinken lassen. Eine andere hat vom FR Kriegsgefangenen (eine kleine Zuneigung) oft gesagt bekommen: hör das geht schon längst rückwärts, wir rechnen mit unserer Befreiung, du kannst nur überleben indem du SOFORT reisebereit wirst, Hof und Land und Tiere musst du lassen, es geht ums Leben.
    Sie hat noch etwas VOR Wintereinbruch dann doch die Reise angetreten und sie kamen dennoch in die Hetze des Stroms der Soldaten in jede Richtung und alle möglichen Flüchtlinge, auch in jede Richtung. Sie war zu spät, es wurde eine schlechte Flucht. Was müssen wir genau beachten, auch in DIESER Zeit, daß wir alle Hilfen und Warnungen wirklich beachten und RECHTzeitig das Übel vermeiden? Auch aktuell bricht viel im wachsenden Tempo zusammen. Viele können sich ausrechnen, daß ihr Wohnort zu 100% ein Ziel wird, falls in D wieder Krieg einbricht und was tun die Leute? Sie scheinen auf ihren U-Gang zu warten, ohne rechtzeitig ihr Leben und noch etwas Vermögen zu retten. Das muss auch gesagt werden: die Sturheit, das NICHT-Lernen, die Verschuldung die armen Kinder in so eine Winterflucht reinzutreiben, die Verweigerung gesund zu denken und die ANGST vor dem Ruck der rechtzeitigen Flucht. Der materielle Satanismus das Kleben am Ort, Haus, Land, DENK-Kasten, und die fehlende Dankbarkeit plus Gehorsamkeit, wenn der Himmel uns helfen will UND wir uns nicht helfen lassen!
    Seid alle wachsam, nehmt alle Hinweise dankbar an, denkt GESUND und lasst alles zurück, was nicht Reisefit ist, dann seit ihr rechtzeitig am neuen Ort und auf der Dauer-Flucht, wer weiss es schon. Und wenn ihr euch beklagt: seid 100% ehrlich und seht zuerst nach, wo ihr wichtige Anzeichen übergangen seit! Weil wir müssen lernen und uns verbessern. Falsche Entscheidungen sind nicht egal, sie schmerzen!

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