Die vermeintliche „Verschwörungstheorie“ lautet: Es ist eine Lüge, dass im Zuge des Zweiten Golfkrieges zwischen dem Irak und Kuwait irakische Soldaten im August 1990 kuwaitische Frühgeborene aus ihren Brutkästen gerissen haben und die Babys danach auf dem Boden sterben ließen …
TEIL 2
1990 betrugen die irakischen Ölvorräte etwa 100 Milliarden Barrel. Die Versorgung der Bevölkerung war durch den Ölreichtum weitestgehend garantiert.
Saddam Hussein galt als Sozialrevolutionär, der sich international anerkannte Verdienste um Gleichberechtigung von Frauen, um die Alphabetisierung und Anhebung des Lebensstandards der Iraker erwarb.[x]
Bush musste also seine Landsleute davon überzeugen, dass Hussein das personifizierte Böse verkörperte. Und vor allem, dass Kuwait nun eine „kämpfende junge Demokratie“ war.[xi]
Einen beinahe restlos von den ölreichen Scheichs selbst finanzierten PR-Plan dazu gab es längst.[xii]
Bezahlt wurde die großangelegte Lügenkampagne von der Organisation Citizens for a free Kuwait (CFK), einer klassischen PR-Tarnorganisation, die die wahre Rolle der kuwaitischen Regierung und ihre Zusammenarbeit mit der Bush-Administration zu verschleiern versuchte.
In den darauffolgenden sechs Monaten leiteten die Kuwaiter 11,9 Millionen Dollar an die CFK weiter. Davon 10,8 Millionen Dollar an die PR-Agentur Hill & Knowlton.[xiii]
Späteren Schätzungen nach finanzierte die kuwaitische Regierung zur Mobilisierung der US-Meinung und zur Aufbringung von Gewalt gegen Hussein bis zu zwanzig PR-, Anwalts- und Lobbyfirmen.[xiv]
Craig Fuller, stellvertretender PR-Agenturchef, enger Freund und ehemaliger Stabschef von Bush Seniors, hatte das Mädchen Nijirah sogar persönlich für seinen Auftritt trainiert. Dafür soll Hill & Knowlton 14 Millionen Dollar von der US-Regierung erhalten haben.[xv]
Die „Brutkastenlügen-Lüge“ trug entscheidend dazu bei, dass die Amerikaner den Krieg gegen Saddam Hussein befürworteten.
Selbst die Menschenrechtsorganisation Amnesty International, die ebenfalls auf das Lügenmärchen hereingefallen war, musste später einen peinlichen Widerruf veröffentlichen.[xvi]
Schätzungen nach verloren im Zweiten Golfkrieg bis zu zwei Millionen Menschen ihr Leben.[xvii]
Letztlich ging es jedoch weder um Frieden und Demokratie, sondern um eine direkte Auseinandersetzung um die Erdölreserven.[xviii]
„Unsere Wirtschaft, unsere Lebensart, unsere Freiheit und die Freiheit befreundeter Länder auf der ganzen Welt, alles würde leiden, wenn die Kontrolle über die größten Ölreserven der Welt in die Hände Saddam Husseins fiele“[xix], gab George Bush sogar offen zu.
Der US-amerikanische politische Aktivist und Publizist Noam Chomsky ergänzte: „Die USA haben den Irak angegriffen, weil seine wichtigste Ressource Erdöl ist. Und der Besitz dieses Erdöls gibt den USA […] entscheidenden Einfluss gegenüber den Konkurrenten Europa und Japan […] das ist der Hauptgrund für den Krieg gegen den Irak, nichts anderes.“[xx]
Dasselbe galt auch für den Dritten Golfkrieg (2003) und die Massenvernichtungswaffen-Lüge!
LESEN SIE HIER WEITER ÜBER DIESE UND WEITERE SCHEINBARE VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN, DIE SICH ALS WAHR ERWIESEN HABEN!

Guido Grandt: „Schwurbler-Fakten für Einsteiger. 13 Verschwörungstheorien, die sich als wahr erwiesen haben“, Pionier-Verlag 2024, 160 S., WB, € 14,90; ISBN-13 978-3-9505372-8-4
Printbuch hier >>> ERHÄLTLICH!
ebook hier >>> ERHÄLTLICH!
SIEHE DAZU AUCH:

Quellen:[x]; Hans Kronberger: Blut für Öl – Der Kampf um die Ressourcen, Wien 1998, S. 119, 120 [xi] Vgl. dazu auch: https://www.prwatch.org/books/tsigfy10.html [xii] Vgl. dazu: „Citizens for Free Kuwait reicht nach neunmonatiger Verzögerung Klage bei FARA ein“, O’Dwyers FARA-Bericht , Bd. 1, Nr. 9, Okt. 1991, S. 2.; Arthur E. Rowse, „Flacking for the Emir“, The Progressive , Mai 1991, S. 22; https://www.prwatch.org/books/tsigfy10.html [xiii] “O’Dwyer’s PR Services Report” , Bd. 5, Nr. 1, January 1991, S. 1; https://www.prwatch.org/books/tsigfy10.html [xiv]Davon sprach beispielsweise der demokratische US-Kongressabgeordnete Jimmy Hayes aus Louisiana. Siehe: „O’Dwyers FARA-Bericht“, Bd. 1, Nr. 9, Okt. 1991, S. 2; https://www.prwatch.org/books/tsigfy10.html [xv] https://www.sueddeutsche.de/politik/pr-agentur-hill-knowlton-schmutzige-sprechblasen-1.179920; https://www.prwatch.org/books/tsigfy10.html#71 [xvi] Martin A. Lee und Norman Solomon: Unreliable Sources: Ein Leitfaden zur Erkennung von Voreingenommenheit in den Nachrichtenmedien, New York 1991, S. xix; https://www.prwatch.org/books/tsigfy10.html [xvii] https://derfunke.at/nostalgie/hp_artikel/usverbrechen.htm [xviii] Hans Kronberger: Blut für Öl – Der Kampf um die Ressourcen, Wien 1998, S. 123 [xix] Hans Kronberger: Blut für Öl – Der Kampf um die Ressourcen, Wien 1998, S. 128 [xx] Prof. Noam Chomsky interviewed by Michael Hastings, Newsweek Magazine v. 4. Januar 2006


