Vom Blitzkrieg zur Katastrophe: Am 22. Juni 1941 begann mit dem „Unternehmen Barbarossa“ der größte Feldzug des Zweiten Weltkriegs. Was von Hitler und seiner Generalität als Blitzkrieg geplant war, endete in einem Desaster. Der Weg führte von frühen Geländegewinnen über Belagerungen, Winterkatastrophen und Massenmorde bis zu Stalingrad und dem endgültigen Zusammenbruch – und macht deutlich, warum die Ostfront bis heute als blutigster Kriegsschauplatz der Geschichte mahnt. Eine schonungslose Analyse darüber, wie Hybris, Ideologie und Fehlentscheidungen den Weg in den blutigsten Kriegsschauplatz der Geschichte ebneten – und warum seine Lehren bis heute erschreckend aktuell sind.


Unter der Deckbezeichnung „Unternehmen Barbarossa“ begann am 22. Juni 1941 das Deutsche Reich den größten und folgenreichsten Feldzug des Zweiten Weltkriegs gegen die Sowjetunion.

Auf einer Frontlinie von bis zu 2.000 Kilometern zwischen Ostsee und Karpaten griffen 153 deutsche Divisionen mit über drei Millionen Soldaten an. Zum Einsatz kamen rund 3.600 Panzerkampfwagen, etwa 600.000 Fahrzeuge, rund 750.000 Pferde, 7.184 Geschütze und 1.830 Flugzeuge, flankiert von weiteren etwa 700.000 Soldaten verbündeter Staaten (Finnen, Ungarn, Italiener, Slowaken und Rumänen (beispielsweise die 3. und 4. Rumänische Armee im Süden).

Im Grenzgebiet hatte die Sowjetunion rund zehn Armeen mit etwa 228 Divisionen und insgesamt zwischen 4,7 und 5,5 Millionen Soldaten konzentriert und verfügte damit über eine deutliche zahlenmäßige Überlegenheit, doch nur ein Teil ihrer Truppen war zu Kriegsbeginn im Westen des Landes stationiert – ein Umstand, der den deutschen Vormarsch zunächst begünstigte.


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Bald sollten jedoch mehr als 14 Millionen Männer und Frauen im Krieg gegen die Deutschen eingezogen werden.

Gestützt auf den Überraschungsmoment und die aus Polen und Frankreich erprobte Blitzkriegstaktik stießen die drei deutschen Heeresgruppen rasch nach Osten vor. Diese bestanden aus der Heeresgruppe Nord unter der Führung von Feldmarschall Ritter von Leeb mit zwei Armeen, unterstützt von der Panzergruppe 4 und der Luftflotte 1; der Heeresgruppe Mitte unter Feldmarschall von Bock mit zwei Armeen, unterstützt von den Panzergruppen 2 und 3 und der Luftflotte 2 und der Heeresgruppe Süd unter Feldmarschall von Rundstedt mit drei Armeen, unterstützt von einer Panzergruppe und der Luftflotte 4.

Im Norden wurde Leningrad abgeschnitten und fast 900 Tage belagert, mit dem erklärten Ziel, die Stadt auszuhungern. Aber trotz katastrophaler Opferzahlen brach der dortige Widerstand nicht.

Im Zentrum des riesigen Landes errang die Heeresgruppe Mitte in verlustreichen Kesselschlachten bei Białystok, Minsk und Smolensk enorme Geländegewinne, während die Heeresgruppe Süd nach Uman und Kiew tief in die Ukraine bis ins Donezbecken vorstieß und so eine zusammenhängende Front bildete.

Ende 1941 waren das Baltikum, Weißrussland und große Teile der Ukraine besetzt. Allerdings verwandelte sich der ursprünglich als Blitzkrieg geplante Feldzug in der Folge zu einem Bewegungskrieg mit ständig wechselnden Frontverläufen.

Parallel zum militärischen Vormarsch begann hinter der Front der eigentliche Vernichtungskrieg. Einsatzgruppen der SS, unterstützt durch Ordnungspolizei und Teile der Wehrmacht, ermordeten systematisch jüdische Einwohner, kommunistische Funktionäre sowie Sinti und Roma. Bereits bis Ende 1941 fielen diesen Massenerschießungen rund 500.000 Menschen zum Opfer. Die anfängliche Hoffnung vieler Ukrainer und Balten, von der stalinistischen Herrschaft befreit worden zu sein, schlug rasch in Hass um. Es entwickelte sich ein erbitterter Partisanenkrieg, der von beiden Seiten mit äußerster Brutalität geführt wurde.

Trotz der frühen Erfolge erwies sich die deutsche Kriegsplanung als fataler Irrtum. Hitler stoppte im August 1941 – entgegen den dringenden Forderungen des Oberbefehlshabers des Heeres, Walther von Brauchitsch, und des Generalstabschefs Franz Halder – den direkten Vorstoß auf Moskau, um stattdessen die wirtschaftlich bedeutsamen Regionen der Ukraine zu erobern.

Ohnehin stockte die erst im Oktober 1941 begonnene Offensive gegen die sowjetische Hauptstadt im Herbstschlamm. Im Dezember 1941 setzte ein heftiger Wintereinbruch ein, der zusammen mit der mangelhaften Vorbereitung dem deutschen Angriff ein Ende bereitete. Denn die Wehrmacht war aufgrund der Erwartung eine „Blitzsieges“ gegen die Sowjetunion auf einen Winterkrieg nicht vorbereitet; Winterkleidung und Ausrüstung fehlten. Die Zahl der Erfrierungen überstieg zeitweise die Kampfverluste. Bereits Ende 1941 hatte die Wehrmacht über 200.000 Tote und 620.000 Verwundete zu beklagen – Verluste, die nicht mehr ausgeglichen werden konnten.


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Entscheidend für den weiteren Kriegsverlauf waren die strukturellen Vorteile der Sowjetunion. Die Sowjets hatten große Teile ihrer Industrie rechtzeitig hinter den Ural verlagert und erhielten zusätzlich massive Unterstützung durch die Alliierten (Großbritannien und USA). Zudem besaßen sie ein beinahe unerschöpfliches Reservoir an Soldaten. Die Wehrmacht hingegen verfügte trotz gesteigerter Rüstungsproduktion über keine ausreichenden personellen Reserven.

Mit der sowjetischen Winteroffensive 1941/42 begann der lange Rückzug nach Westen. Zwar erreichte die deutsche Machtausdehnung im Sommer 1942 mit dem Vorstoß in den Kaukasus und der Einnahme von Sewastopol ihren Höhepunkt, doch die Überdehnung der Front führte zur Katastrophe von Stalingrad. Die Einkesselung und Gefangennahme der 6. Armee markierte den strategischen Wendepunkt des Krieges.

Die Niederlage von Stalingrad zerstörte den Mythos der Unbesiegbarkeit der Wehrmacht. Trotz der Ausrufung des „Totalen Krieges“ im Februar 1943 war die Initiative endgültig auf die Rote Armee übergegangen.

Die letzte deutsche Großoffensive („Zitadelle“) bei Kursk mit der größten Panzerschlacht des Zweiten Weltkriegs, scheiterte im Juli 1943.

Von da an bestand der Krieg aus verzweifelten Abwehrkämpfen, die den sowjetischen Vormarsch nicht mehr aufhalten konnten. Die Sommeroffensive 1944 führte die Rote Armee bis an die Reichsgrenzen. So stand sie Anfang 1945 bereits an Oder und Neiße.

Mit der Schlacht um Berlin im Frühjahr 1945 und dem Selbstmord Adolf Hitlers am 30. April 1945 im „Führerbunker“ endete der Krieg in Europa – und mit ihm das nationalsozialistische Regime.


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Ein Gedanke zu „LEIDEN UND STERBEN AN DER OSTFRONT: »Der blutigste Kriegsschauplatz der Geschichte«“

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