Kurz vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg erschüttert ein Sexismus-Skandal den CDU-Spitzenkandidaten Manuel Hagel. In einem acht Jahre altem Video schwärmt er von einer Schulklasse mit überwiegend minderjährigen Mädchen, besonders von einer „Eva“. Nun wird ihm Sexismus vorgeworfen. Und auch viele Wähler reagieren empört – gerade in einer aufgeheizten Debatte um Macht, Moral, politische Vorbilder und sexuelle Verfehlungen.
Wenige Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026 gerät die BW-CDU unter massiven Druck: Ein Sexismus-Vorwurf gegen ihren Spitzenkandidaten sorgt für Empörung – und trifft auf eine Öffentlichkeit, die im Schatten der Epstein-Affäre besonders sensibel auf jedes Fehlverhalten reagiert.
Um das geht es, wie unter anderem die Berliner Morgenpost am 25. Februar 2026 berichtete:
Ein Interviewausschnitt des BW-CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagels von vor 8 Jahren ist aufgetaucht, das ihn nun selbst in arge Bedrängnis bringt.
Es zeigt Hagel im Format „Auf ein Bier mit“ des Lokalsenders Regio TV Schwaben.
Hagel ist damals 29 Jahre alt, zu diesem Zeitpunkt bekleidet er das Amt des Generalsekretärs der CDU in Baden-Württemberg (…) Hagel erzählt darin von einem Termin, den er kurz vorher in einer Realschule in seinem Wahlkreis wahrgenommen hatte.
Rund 80 Prozent der Klasse habe aus Mädchen bestanden, sagt er lächelnd. Und ergänzt: „Da gibt’s für 29-jährige Abgeordnete schlimmere Termine als diesen.“ Dann lacht Hagel.
Er beschreibt außerdem eine der Schülerinnen näher. Sie habe an dem Tag die erste Frage gestellt.
„Ich werd’s nie vergessen, sie hieß Eva, braune Haare, rehbraune Augen.“ Eva habe eigentlich an dem Tag gar keine Lust gehabt, zur Schule zu gehen. Ihr sei dann aber eingefallen, dass ein Politiker zu Gast sei.
Am Ende der Stunde, so erzählt Hagel, habe sie ihn gelobt. So schlecht sei er nicht gewesen.

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Zoe Mayer, GRÜNE-Bundestagsabgeordnete für Karlsruhe, erhebt den Vorwurf des Sexismus über eine Minderjährige:
„Warum redet man so über Mädchen?“
„Was meint ein erwachsener Mann damit, dass es ein besonders schöner Termin ist, wenn er in einem Klassenzimmer mit maximal 16-Jährigen sitzt?“ Und kritisiert, warum der Politiker überhaupt das Aussehen der Minderjährigen kommentieren müsse, wenn doch ihre Frage im Mittelpunkt stehe, und was das für ein Signal an Mädchen und junge Frauen sende, die sich in der Politik engagieren wollten.
Cem Özdemir, der GRÜNE-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Baden-Württemberg meint dazu:
„Was Herr Hagel da gesagt hat, geht gar nicht. Wer das anders sieht oder irgendwie relativieren möchte, dem widerspreche ich sehr klar und deutlich. Herr Hagel sieht das ja mittlerweile auch selbst ein. Ein Aspekt ist mir aber auch wichtig: Dass man den Menschen zugesteht, einen Fehler einzusehen.“
Warum sich ausgerechnet Vertreter der Grünen besonders deutlich zu Wort melden, dürfte auch dem Wahlkampf geschuldet sein. Angesichts der historischen Debatten um den Umgang der Partei mit pädophilen Strömungen in ihren frühen Jahren wirkt die moralische Empörung für manche Beobachter jedoch ambivalent – und hinterlässt bei einigen Wählern ein besonderes „Gschmäckle“.
AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier erklärte: Ihm sei „als Vater einer Tochter anders geworden. Ich fand das sehr irritierend. Ich finde sowas nicht normal.“
Und wie äußert sich Hagel selbst?
„Der Einstieg für dieses Interview 2018 war Mist. Meine Frau hat mir damals direkt den Kopf gewaschen. Frau Dr. Mayer kommt damit jetzt 12 Tage vor der Landtagswahl acht Jahre zu spät.“
Dennoch sind viele Wähler und User empört.
Hier das Video ab Min. 04:11:
Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=VxBBRr0a9Dk




Die ganzen Krähen gehen nun aufeinander los. Wahlkampfgetöse vom feinsten. Man kann nur noch den Kopf schütteln.
Die wichtigere Frage wäre, wie viel Geld wollt ihr nach der Wahl. euren Wählern rauspressen.