EIN GASTBEITRAG VON


Dieser Beitrag hat nicht das Ziel, den seit Jahrtausenden fortlaufenden Klimawandel zu leugnen. Er verweist vielmehr auf falsche oder überzogene Prognosen des IPCC. Die Folge waren gigantische Umwelt- und Klimaprojekte, die letztlich wenig bewirkten, aber enorme Kosten verursachten, die den Steuerzahlern aufgezwungen wurden. Die Grundlage vieler Klimaprognosen war nicht nur Wissenschaft, sondern auch die Erzeugung von Angst als politischer Hebel zur Durchsetzung kostspieliger Klimaprojekte.


Fast unmerklich hat der IPCC seine früheren Zuspitzungen vom drohenden „Weltuntergang“ sprachlich zurückgenommen. In einzelnen Berichten finden sich sachliche Fehler, überzogene regionale Aussagen, problematische Verwendungen von Extremszenarien sowie eine Kommunikation, die Unsicherheit nicht nur erklärte, sondern teilweise auch politisch verwertbar machte.

Wie viel Absicht dahinterstand, wer im Hintergrund Einfluss nahm und welche Finanzierungsstrukturen die gewünschten Deutungen begünstigten, muss genauer untersucht werden.

Unstrittig ist: Die IPCC-Daten wurden zu einem Hebel jener Interessengruppen, die Klima, Wetter, Energiepolitik, Moralrhetorik, instrumentalisierten vermischten. Letztlich handelt es sich weniger um echte Wissenschaft als um ein gigantisches Geschäftsmodell, das wissenschaftliche Modelle, politische Steuerung, Subventionen, industrielle Interessen und moralische Kampagnen miteinander verbindet.

Besonders problematisch ist die vorsätzliche oder fahrlässige Verwechslung von Klima und Wetter. Wetter beschreibt kurzfristige Zustände der Atmosphäre: Temperatur, Niederschlag, Wind, Luftdruck. Klima dagegen ist die statistische Ordnung des Wetters über lange Zeiträume.

Wer ein einzelnes Extremwetterereignis unmittelbar als Beweis für eine bestimmte Klimathese verwendet, argumentiert meteorologisch unsauber. Das Klima der Erde wird nicht allein durch Kohlendioxid bestimmt. Es steht in einem komplexen physikalischen Verhältnis zwischen Sonne, Erdumlaufbahn, Erdachse, Ozeanen, Atmosphäre, Wolkenbildung, Vulkanismus, Landmassenverteilung und Rückkopplungen.

Ein zentrales astronomisches Element ist die Achsneigung der Erde. Sie beträgt heute rund 23,4 Grad gegenüber der Senkrechten zur Erdbahnebene. Diese Neigung verändert sich langfristig zwischen etwa 22,1 und 24,5 Grad in einem Zyklus von rund 41 000 Jahren. Damit verändert sich vor allem die jahreszeitliche Verteilung der Sonnenstrahlung, besonders in hohen Breiten. Hinzu kommt die leicht elliptische Bahn der Erde um die Sonne. Die Erde steht der Sonne im Perihel Anfang Januar am nächsten, mit etwa 147 Millionen Kilometern Abstand. Im Aphel Anfang Juli ist sie mit etwa 152 Millionen Kilometern am weitesten entfernt. Der Abstand ändert sich also um rund fünf Millionen Kilometer. Daraus ergibt sich gegenwärtig eine Differenz der solaren Einstrahlung von ungefähr sechs bis sieben Prozent zwischen Sonnennähe und Sonnenferne.

Entscheidend ist jedoch: Die Jahreszeiten entstehen nicht primär durch diese Distanzänderung, sondern durch die Neigung der Erdachse. Auch die Präzession, also das langsame Taumeln der Erdachse, verändert langfristig, wann die Jahreszeiten mit Sonnennähe oder Sonnenferne zusammenfallen. Zusammen mit Exzentrizität, Achsneigung und Präzession bilden diese Faktoren die bekannten Milankovic-Zyklen. Sie wirken nicht wie ein plötzlicher Schalter, sondern wie eine sehr langsame astronomische Taktung des Klimas über Jahrtausende bis Hunderttausende Jahre.

Für Europa sind zusätzlich die Meeresströmungen entscheidend. Der Golfstrom und das grössere atlantische Strömungssystem transportieren Wärme aus tropischen Breiten nach Norden. Veränderungen dieser Strömungen können die Wetter- und Klimaverhältnisse Europas erheblich beeinflussen. Das gilt besonders für Wintertemperaturen, Niederschlagsmuster und regionale Drucksysteme.

Wenn sich die Erdachse auch nur um Bruchteile eines Grades verändert, verändert sich nicht sofort das Tageswetter. Aber über lange Zeiträume verschiebt sich die Verteilung der Sonneneinstrahlung nach Breite und Jahreszeit. Man kann sich das wie eine langsam verstellte Lampe vorstellen: Die Gesamtleistung bleibt ähnlich, doch der Winkel entscheidet, welche Räume stärker oder schwächer beleuchtet werden.

In der Klimageschichte konnten solche Änderungen erhebliche Folgen haben, vor allem wenn sie mit Ozeanströmungen, Eisflächen, Wolkenbildung und atmosphärischen Rückkopplungen zusammenwirkten. Damit ist die Klimafrage wesentlich breiter als die politische Erzählung, wonach ein einziger Faktor die gesamte Entwicklung erkläre.

Wer Klima verstehen will, muss Sonne, Erde, Ozeane, Atmosphäre und geologische Zeiträume zusammen betrachten. Wer dagegen Klimaangst erzeugt, indem er Wetterereignisse isoliert politisch deutet, betreibt keine nüchterne Wissenschaft, sondern Interessenpolitik im Gewand der Wissenschaft.


Siehe dazu auch:


IPCC: Dokumentierte Fehleinschätzungen und Kommunikationsprobleme

Die Prognosen des IPCC sind in wesentlichen Punkten unzutreffend, stark tendenziös und vielfach durch spätere Entwicklungen nicht bestätigt worden. In einzelnen Berichten gab es sachliche Fehler, überzogene regionale Aussagen, problematische Szenariennutzung und eine teilweise unklare Kommunikation von Unsicherheiten.

Grundsätzlich gilt: Klimamodelle sind methodische Konstruktionen auf der Grundlage von Annahmen, Datensätzen und Rechenverfahren. Sie sind keine Tatsachen, sondern Simulationen möglicher Entwicklungen. [1]

Himalaya-Gletscher 2035

Im IPCC-Bericht von 2007 stand, die Himalaya-Gletscher könnten bis 2035 oder früher weitgehend verschwinden. Diese Aussage war falsch und wurde später vom IPCC selbst korrigiert. Die Jahreszahl beruhte nicht auf einer belastbaren wissenschaftlichen Quelle. [2]

Niederlande und Meeresspiegel

Der IPCC gab an, 55 Prozent der Niederlande lägen unter dem Meeresspiegel. Korrekt ist: Rund 26 Prozent liegen unter dem Meeresspiegel; etwa 55 Prozent sind insgesamt überflutungsgefährdet. Hier wurde Verwundbarkeit mit geografischer Höhenlage verwechselt. [3]

Afrika-Ernten bis 2020

Im Bericht wurde die Möglichkeit genannt, dass in einigen afrikanischen Ländern Erträge aus regenabhängiger Landwirtschaft bis 2020 um bis zu 50 Prozent sinken könnten. Diese Aussage war regional und methodisch schwach abgesichert und wurde in Politik und Medien oft zu stark verallgemeinert. [4]

RCP8.5 als „Weiter so“-Szenario

Das Hoch-Emissions-Szenario RCP8.5 wurde häufig wie eine wahrscheinliche Zukunft behandelt. Tatsächlich ist es ein Extremszenario, keine valide Prognose. Viele dramatische Folgeberechnungen beruhen auf diesem oberen Rand der Szenarien. [5]

Szenarien wurden wie Vorhersagen gelesen

IPCC-Szenarien sind Wenn-Dann-Modelle. Sie sagen nicht: „Das wird geschehen“, sondern: „Unter diesen Annahmen wäre dieses Ergebnis möglich.“ In der öffentlichen Darstellung wurde dieser Unterschied oft verwischt. [6]

Meeresspiegel: undiffenziert vermittelt

Beim Meeresspiegel bestehen grosse Unsicherheiten, besonders wegen der Eisdynamik in Grönland und der Antarktis. Häufig wurden Mittelwerte, Extremfälle und lokale Faktoren wie Landabsenkung zu einer einzige dramatische Aussage vermischt. [7]

Extremwetter: einfache Kausalbehauptungen

Der IPCC arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten und Vertrauensgraden. In Medien und Politik wurde daraus oft die Aussage, einzelne Stürme, Dürren oder Überschwemmungen seien direkt durch den Klimawandel verursacht. Wissenschaftlich präziser ist: Der Klimawandel kann Wahrscheinlichkeit oder Intensität bestimmter Ereignistypen verändern. [8]

Graue Literatur und Quellenprüfung

Der Himalaya-Fehler zeigte, dass in einzelnen Fällen nicht ausreichend geprüfte Sekundärquellen oder graue Literatur verwendet wurden. Danach wurden die IPCC-Verfahren zur Quellenprüfung und Fehlerkorrektur verschärft. [9]

Anweisung oder Ratschlag für die Politik?

Die „Summary for Policymakers“ wird unter Beteiligung von Regierungsvertretern abgestimmt. Das bedeutet nicht automatisch Fälschung, erhöht aber das Risiko politischer Zuspitzung und selektiver Gewichtung. [10]

Modellgrenzen

Globale Temperaturtrends sind in Klimamodellen robuster als regionale Niederschläge, Wolkenprozesse, Aerosole und kleinräumige Extremereignisse. Problematisch wird es, wenn Modellresultate wie exakte Zukunftsmessungen behandelt werden. [11]

Schlussbetrachtung

Die stärkste sachliche Kritik lautet: Der IPCC hat einzelne Fehler gemacht und Unsicherheiten teils vermutlich vorsätzlich unklar vermittelt. Besonders problematisch sind überzogene Jahreszahlen, regionale Verallgemeinerungen und die Verwendung extremer Szenarien als scheinbare Normalprognosen. [12], [13]

Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass alle Grundlagen der Klimaforschung widerlegt sind. Die Gegenposition bleibt: Viele physikalische Kernaussagen zur Erwärmung durch Treibhausgase gelten weiterhin als korrekt. Das betrifft vor allem jene Daten, die sich auf langfristige Klimakurven und geologische Zeiträume beziehen.

Klimakurven zeigen wiederkehrende Zyklen von etwa 100 000 Jahren. Sie beschreiben nicht primär einen Zeitraum von 200 Jahren, sondern die grossen natürlichen Schwankungen des Erdklimas über Eiszeiten und Warmzeiten hinweg. Hinzu kommen kürzere Klimarhythmen von etwa 12 000 Jahren.

Nach meinem Kenntnisstand zeigen die rund 400 000 Jahre umfassenden Eisbohrkern-Daten aus Grönland und der Antarktis zudem, dass der CO2-Anstieg in früheren Warmphasen häufig der Erwärmung folgte und nicht ihr ursprünglicher Auslöser war.

Klimawandel ist deshalb kein neues Phänomen. Er gehört zum Rhythmus der Erde. Die Erdumlaufbahn, die Achsneigung, die Präzession, die Sonnenaktivität, die Ozeanströmungen und die Rückkopplungen im Eis- und Wolkensystem prägen das Klima seit Jahrmillionen.

Wer heutige Veränderungen beurteilen will, muss diesen langen natürlichen Takt der Erde mitberücksichtigen. Grosse, das Weltklima beeinflussende Vulkanausbrüche sind hier noch nicht eingerechnet. Sie wirken als zusätzlicher Störfaktor neben Sonne, Erdachse, Ozeanen und Atmosphäre. Explosive Eruptionen können durch stratosphärische Aerosole die Sonneneinstrahlung vermindern, globale Temperaturen vorübergehend senken und Wetterlagen verschieben. Damit machen sie Klima und Wetter nicht vollständig unberechenbar, aber erheblich schwerer berechenbar.

Quelle: https://www.presse-check.ch/download/presse-check_ipcc-fehlurteile.pdf


Artikelquellen: [1] International Energy Agency: Germany 2025. Energy Policy Review. Paris: IEA, 2025. Verwendbar für: deutsche Energiepolitik, hohe Strompreise, Industriebelastung, Versorgungssicherheit, Standortprobleme. [2] Reuters: German industry lobby says energy transition risks 5.4 trillion euro burden. 3. September 2025. Verwendbar für: Modellrechnung zu möglichen Gesamtkosten der deutschen Energiewende bis 2049, Netze, Energieimporte, industrielle Belastung. [3] Reuters: German coalition agrees subsidised power price for industry. 13. November 2025. Verwendbar für: subventionierten Industriestrompreis, staatliche Kompensation hoher Energiepreise, Verlagerung von Kosten in den Staatshaushalt. [4] National Audit Office: Decarbonising home heating. London: NAO, 2024. Verwendbar für: britische Gebäudewärme-Politik, Wärmepumpenförderung, Boiler Upgrade Scheme, Kosten und Zielerreichung. [5] UK Government, Department for Energy Security and Net Zero: Boiler Upgrade Scheme. Approved grant categories and grant values. Verwendbar für: staatliche Zuschüsse für Wärmepumpen, insbesondere Förderbeträge bis 7.500 Pfund beziehungsweise in Sonderfällen bis 9.000 Pfund. [6] Reuters: EU’s green hydrogen goals not realistic, auditors say. 17. Juli 2024. Verwendbar für: Kritik des Europäischen Rechnungshofs an den EU-Wasserstoffzielen, 10 Millionen Tonnen eigener Produktion und 10 Millionen Tonnen Importen bis 2030. [7] European Court of Auditors: The EU’s industrial policy on batteries. New strategic impetus needed. Special Report 15/2023. Luxemburg: Europäischer Rechnungshof, 2023. Verwendbar für: Risiken der europäischen Batteriepolitik, Rohstoffabhängigkeit, Produktionskosten, Koordinationsprobleme. [8] International Energy Agency: Global Critical Minerals Outlook 2024. Paris: IEA, 2024. Verwendbar für: Lithium, Nickel, Kobalt, Kupfer, Graphit, Seltene Erden, Lieferkettenrisiken und neue Abhängigkeiten durch sogenannte saubere Technologien. [9] European Court of Auditors: Offshore renewable energy in the EU. Ambitious plans for growth but sustainability remains a challenge. Special Report 22/2023. Luxemburg: Europäischer Rechnungshof, 2023. Verwendbar für: Offshore-Wind, Genehmigungsrisiken, Umweltkonflikte, Rohstoffrisiken, System- und Ausbauprobleme. [10] Financial Times: Ørsted warns of offshore wind downward spiral as costs rise. 2025. Verwendbar für: steigende Kosten, Projektprobleme und wirtschaftliche Schwäche des Offshore-Windsektors. [11] European Court of Auditors: Infrastructure for charging electric vehicles: more charging stations but uneven deployment makes travel across the EU complicated. Special Report 05/2021. Luxemburg: Europäischer Rechnungshof, 2021. Verwendbar für: ungleich verteilte Ladeinfrastruktur, begrenzte Praxistauglichkeit, öffentliche Fördermittel und Mobilitätsrisiken. [12] Associated Press: California high-speed rail project faces massive cost overruns and delays. 2025. Verwendbar für: Kostenanstieg der kalifornischen Hochgeschwindigkeitsbahn, Zeitverzug und problematische klimapolitische Legitimation grosser Infrastrukturprojekte. [13] Reuters: EU likely exaggerating climate-friendly spending, auditors say. 11. September 2024. Verwendbar für: Kritik des Europäischen Rechnungshofs an Klimaetikettierung im EU-Wiederaufbaufonds und mögliche Überzählung klimabezogener Ausgaben.





Foto: KI-Bild (ChatGPT)


Sozialkritisch – couragiert – investigativ – jenseits des Mainstream-Journalismus – spannende, ungewöhnliche + schockierende Belletristik

Mein YouTube-Kanal (anklicken!)

Mein Bitchute-Kanal (um der YouTube-Zensur zu entgehen) (anklicken!)

Gettr: https://gettr.com/user/guidograndt

Telegram: https://t.me/GrandtGuido

      TikTok: https://www.tiktok.com/@guidograndt


DENKEN SIE IMMER DARAN: SIE HABEN EIN RECHT AUF DIE WAHRHEIT!


Rechtlicher Hinweis: 


Kollegen/Gastbeiträge: Die Meinung des Autors/Ansprechpartners kann von der Meinung der Blogbetreibers abweichen. Grundgesetz Artikel 5 Absatz 1 und 3 (1) „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“


Der Autor übernimmt keinerlei Haftung für Schäden, die durch falsche Schlussfolgerungen jeglicher Art aus diesem Artikel entstehen könnten. Die in dem Artikel weitergegebenen Informationen beruhen auf einer intensiven Recherche – trotz dieser Bemühung können Fehler auftreten. Der Autor schließt Haftungsansprüche jeglicher Art aus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert