Der Vatikan zieht eine klare Grenze: Eine bereits geplante katholische Beerdigungsmesse für den langjährigen Morricone-Gitarristen Bruno Battisti D’Amario wurde kurzfristig abgesagt. Der Grund: Nach seinem Tod wurde seine bedeutende Rolle innerhalb der italienischen Freimaurerei öffentlich – und Hinweise auf einen Bruch mit der Loge gab es offenbar nicht. Der spektakuläre Fall zeigt, wie unversöhnlich Rom die Verbindung von katholischem Glauben und Freimaurerei bis heute beurteilt.
Eine bereits geplante katholische Trauerfeier in einer der bekanntesten Kirchen Roms wird in letzter Minute abgesagt – und der Grund hat es in sich: Der verstorbene Musiker Bruno Battisti D’Amario, jahrzehntelanger Gitarrist des legendären Filmkomponisten Ennio Morricone, war nicht nur ein gefeierter Künstler, sondern zugleich ein hochrangiges Mitglied der italienischen Freimaurerei.
Als die Kirche davon erfuhr, folgte eine Entscheidung mit Signalwirkung: Keine katholische Beerdigungsmesse!
Die Anweisung kam ausgerechnet von Kardinal Baldassare Reina, dem Generalvikar des Papstes für die Diözese Rom. Damit zeigt der Vatikan einmal mehr, wie unvereinbar die katholische Kirche eine aktive Mitgliedschaft in der Freimaurerei mit ihrem Glauben betrachtet.
Beerdigung in der „Kirche der Künstler“ war bereits geplant
Bruno Battisti D’Amario starb am 5. August im Alter von 88 Jahren. Seine Beerdigungsmesse sollte ursprünglich in der berühmten Basilika Santa Maria in Montesanto auf der Piazza del Popolo stattfinden.
Das Gotteshaus ist auch als „Kirche der Künstler“ bekannt – ein durchaus passender Ort für einen Musiker, dessen Gitarrenspiel Bestandteil einiger der berühmtesten Filmmusiken der Kinogeschichte wurde.
D’Amario arbeitete eng mit Ennio Morricone zusammen. Seine Gitarre ist unter anderem in Soundtracks zu Sergio Leones legendären Western zu hören.
Für die Trauerfeier sollte die Kirche sogar außerplanmäßig geöffnet werden, obwohl sie im August normalerweise geschlossen bleibt.
Alles schien vorbereitet.
Doch dann wurde eine bislang offenbar nicht bekannte Seite des verstorbenen Musikers öffentlich.

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Der Großorient von Italien enthüllt seine Freimaurer-Karriere
Nach D’Amarios Tod würdigte ihn der Großorient von Italien und machte dabei öffentlich, welche bedeutende Rolle der Musiker innerhalb der italienischen Freimaurerei gespielt hatte.
Demnach handelte es sich keineswegs nur um eine beiläufige Mitgliedschaft.
D’Amario soll Gründer der römischen Loge Giuseppe Leti gewesen sein. Darüber hinaus komponierte er die offizielle Hymne des Großorients von Italien.
Er bekleidete außerdem bedeutende Funktionen innerhalb der Organisation. Unter anderem war er zweimal Präsident des regionalen Kollegiums der Ehrwürdigen Meister von Latium und fungierte als Berater des Ordens.
Damit stand plötzlich fest: Der berühmte Gitarrist hatte sich über viele Jahre intensiv in der Freimaurerei engagiert.
Und genau das wurde für die geplante katholische Beerdigung zum Problem.
Kirche wusste zunächst nichts von seiner Freimaurer-Mitgliedschaft
Der Rektor von Santa Maria in Montesanto, Antonio Staglianò, der zugleich Präsident der Päpstlichen Akademie für Theologie ist, erklärte, von dieser Seite des Musikers zunächst nichts gewusst zu haben.
Nach Bekanntwerden der Informationen wandte er sich an Kardinal Baldassare Reina, den Generalvikar des Papstes für die Diözese Rom.
Nach einer Prüfung durch die zuständige juristische Stelle der Diözese fiel schließlich die Entscheidung:
Die Erlaubnis für die katholische Beerdigungsmesse wurde verweigert.
Staglianò erklärte nach Darstellung des vorliegenden Berichts, er habe darüber eine schriftliche Mitteilung vom Vikariat erhalten.
Besonders bemerkenswert: Selbst die Tochter D’Amarios soll nach Angaben des Rektors nichts von der freimaurerischen Tätigkeit ihres Vaters gewusst haben.
Entscheidend für die Kirche war offenbar noch ein weiterer Punkt: Es lagen keine Belege dafür vor, dass D’Amario vor seinem Tod der Freimaurerei abgeschworen oder sich von ihr distanziert hatte.
Wusste Papst Leo XIV. von der Entscheidung?
Damit bekommt der Vorgang eine zusätzliche kirchenpolitische Dimension.
Die Entscheidung wurde von Kardinal Reina als Generalvikar des Papstes für Rom getroffen. Ob Papst Leo XIV. persönlich mit dem konkreten Fall befasst war oder die Entscheidung ausdrücklich billigte, geht aus den vorliegenden Angaben allerdings nicht hervor.
Angesichts der kirchlichen Bedeutung des Vorgangs und der unmittelbaren Zuständigkeit des päpstlichen Generalvikars dürfte die Absage dennoch Aufmerksamkeit weit über die Diözese Rom hinaus hervorrufen.
Denn hier wurde nicht versucht, den Konflikt diplomatisch zu überdecken. Die geltenden kirchlichen Regeln wurden offenbar konsequent angewandt.

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Keine Messe – aber ein Gebet für den Verstorbenen
Vollständig verweigerte die Kirche dem Verstorbenen jedoch nicht das Gebet.
Im engsten Familienkreis wurde für D’Amario gebetet und seine Seele der Barmherzigkeit Gottes anvertraut. Ein Priester war anwesend, allerdings ohne liturgische Gewänder und ohne die ursprünglich geplante feierliche Beerdigungsmesse.
Auch spätere Messen für das Seelenheil des Verstorbenen seien laut Staglianò nicht ausgeschlossen.
Der Unterschied ist theologisch bedeutsam: Die Kirche verweigert damit nicht das Gebet für einen Menschen, hält jedoch gleichzeitig an ihren Regeln bezüglich der Freimaurerei fest.
Warum Freimaurerei und katholische Kirche bis heute kollidieren
Der Konflikt zwischen katholischer Kirche und Freimaurerei reicht Jahrhunderte zurück.
Und entgegen einer gelegentlich verbreiteten Annahme hat sich die grundsätzliche Haltung der Kirche auch in jüngerer Zeit nicht geändert.
Der Vatikan stellte 2023 erneut klar, dass die Mitgliedschaft von Katholiken in freimaurerischen Vereinigungen verboten bleibt. Das Dikasterium für die Glaubenslehre verwies ausdrücklich auf die weiterhin geltende kirchliche Bewertung.
Nach dieser Position befinden sich Katholiken, die Freimaurerlogen angehören, in einem Zustand schwerer Sünde und dürfen nicht die Heilige Kommunion empfangen.
Damit bleibt die katholische Kirche bei einer bemerkenswert klaren Linie.

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Rom setzt ein unmissverständliches Zeichen
Der Fall Bruno Battisti D’Amario zeigt, dass diese jahrhundertealte Auseinandersetzung keineswegs nur Kirchengeschichte ist.
Selbst Bekanntheit, künstlerische Verdienste und die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit einem weltberühmten Komponisten ändern nichts daran, dass die Kirche ihre eigenen Regeln anwendet.
Eine bereits vorbereitete Beerdigungsmesse wurde abgesagt, nachdem die bedeutende freimaurerische Tätigkeit des Verstorbenen bekannt geworden war.
Die Botschaft aus Rom könnte kaum deutlicher sein: Katholischer Glaube und aktive Freimaurerei gelten für den Vatikan weiterhin als unvereinbar.
Und zumindest in diesem Fall war die Kirche offenbar bereit, daraus auch öffentlich Konsequenzen zu ziehen.




Und? WER bitte soll diesen Unsinn jetzt glauben????
Die katholischen Kirche und die Freimaurerer sind doch engsten verbandelt…. was für eine verlogene Angelegenheit.