
Es ist alles ganz anders, als man es Ihnen täglich in den Mainstream-Medien verkauft! Eine aktuelle Umfrage zeichnet ein alarmierendes Stimmungsbild für Wolodymyr Selenskyj: Eine Mehrheit sieht die Ukraine auf dem falschen Weg, staatliche Korruption gilt als größter negativer Einflussfaktor. Besonders brisant: Die Zahlen stammen nicht aus Russland, sondern vom ukrainischen Meinungsforschungszentrum SOCIS mit Sitz in Kiew!
Die politische Stimmung in der Ukraine ist angespannt. Eine aktuelle Umfrage des ukrainischen Meinungsforschungsinstituts SOCIS zeichnet Anfang August 2026 ein für Präsident Wolodymyr Selenskyj und insbesondere seine Partei „Diener des Volkes“ schwieriges Bild.
Mehr als die Hälfte der Befragten sieht die Entwicklung des Landes negativ, staatliche Korruption wird als größter negativer Einflussfaktor genannt, und bei einer hypothetischen Parlamentswahl landet Selenskyjs Partei nur noch auf dem dritten Platz. Noch bemerkenswerter: Beim sogenannten „Anti-Rating“ führt „Diener des Volkes“ die Liste deutlich an.
Auch bei einem hypothetischen direkten Duell um das Präsidentenamt müsste Selenskyj laut SOCIS eine deutliche Niederlage gegen Mychajlo Fedorow hinnehmen.
Mehrheit: Ukraine entwickelt sich in die falsche Richtung
SOCIS stellte zunächst eine grundsätzliche Frage: Entwickelt sich die Situation in der Ukraine insgesamt in die richtige oder die falsche Richtung?
Die Antworten sind eindeutig:
31,8 Prozent sagen „in die falsche Richtung“, weitere 23,8 Prozent „eher in die falsche Richtung“. Zusammen sind das 55,6 Prozent.
Demgegenüber sehen 23,7 Prozent das Land „eher in die richtige Richtung“ und 12,7 Prozent „in die richtige Richtung“. Zusammengenommen sind dies 36,4 Prozent. 8,1 Prozent wissen es nicht oder machten keine Angabe.
Damit beurteilt eine absolute Mehrheit der Befragten die derzeitige Entwicklung des Landes negativ.
55,9 Prozent: Die Lage hat sich verschlechtert
Noch deutlicher fällt die Rückschau auf das vergangene Jahr aus.
Auf die Frage, wie sich die allgemeine Situation in der Ukraine innerhalb der vergangenen zwölf Monate verändert habe, antworten:
55,9 Prozent: verschlechtert.
32,3 Prozent sehen keine Veränderung. Lediglich 9,4 Prozent sind der Ansicht, dass sich die Lage verbessert habe.
Allerdings zeigt die längerfristige Entwicklung auch eine gewisse Entspannung: Anfang 2025 lag der Anteil derjenigen, die eine Verschlechterung wahrnahmen, zeitweise bei mehr als 60 Prozent und im Dezember 2025 sogar bei 67,2 Prozent.
Die Stimmung bleibt also überwiegend negativ, ist aber gegenüber einigen Messzeitpunkten des vergangenen Jahres weniger pessimistisch.
Auch der Blick in die Zukunft ist eher pessimistisch
Die Ukrainer wurden außerdem gefragt, wie sich die Situation im kommenden Jahr entwickeln werde.
35,1 Prozent rechnen mit einer weiteren Verschlechterung. 26,5 Prozent erwarten keine wesentliche Veränderung und 23,3 Prozent glauben an eine Verbesserung. 15,2 Prozent können oder wollen keine Prognose abgeben.
Der Anteil der Pessimisten liegt damit um 11,8 Prozentpunkte über dem Anteil der Optimisten.

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Größtes Problem: Korruption auf staatlicher Ebene
Besonders aufschlussreich ist die Frage danach, was die allgemeine Situation im Land negativ beeinflusst. Mehrfachantworten waren möglich.
An erster Stelle steht nicht die wirtschaftliche Lage und auch nicht unmittelbar der russische Vormarsch, sondern:
„Hohes Ausmaß der Korruption auf staatlicher Ebene“ – 49,3 Prozent.
Es folgen:
- Drohnen- und Raketenangriffe auf Energie-, kommunale und zivile Infrastruktur: 44,6 Prozent
- sinkender Lebensstandard, Inflation und Preissteigerungen: 39,4 Prozent
- aggressive Methoden bei der Mobilisierung: 30,4 Prozent
- Unprofessionalität und Fehler der Regierung bzw. Behörden: 24,8 Prozent
- Eroberung weiterer ukrainischer Gebiete durch Russland: 21,3 Prozent
- Korruption im Alltag: 18,4 Prozent
- Rückgang des wirtschaftlichen Potenzials: 12,5 Prozent
- abnehmende internationale Unterstützung: 10,5 Prozent
- Probleme bei der Stromversorgung: 8,4 Prozent
Die Zahlen sollten allerdings nicht dahingehend missverstanden werden, dass die Befragten beispielsweise Korruption grundsätzlich für „schlimmer“ als den Krieg hielten. SOCIS fragte nach Faktoren, die sich negativ auf die allgemeine Lage auswirken, und ließ ausdrücklich mehrere Antworten zu.
Politisch brisant bleibt dennoch, dass fast jeder zweite Befragte Korruption auf staatlicher Ebene nennt und knapp jeder vierte ausdrücklich Fehler und mangelnde Professionalität der Regierung.
Selenskyjs „Diener des Volkes“ nur noch auf Platz drei
Besonders problematisch für Selenskyj sind die Antworten auf die sogenannte Sonntagsfrage.
SOCIS fragte, für welche politische Kraft die Menschen stimmen würden, wenn am kommenden Sonntag Wahlen zur Werchowna Rada stattfänden.
Unter den Befragten, die sich entschieden haben und wählen gehen würden, ergibt die von SOCIS ausgewiesene Wahlsimulation:
Block Walerij Saluschnyj: 19,4 Prozent
Block Mychajlo Fedorow: 17,9 Prozent
„Diener des Volkes“ von Wolodymyr Selenskyj: 12,7 Prozent
Block Kyrylo Budanow: 9,7 Prozent
Europäische Solidarität von Petro Poroschenko erreicht 7,0 Prozent, Rasumkows „Kluge Politik“ und ein Block von Witalij Kim und Ihor Terechow jeweils 6,7 Prozent.
Selenskyjs Partei wäre damit zwar weiterhin eine bedeutende politische Kraft, läge in diesem hypothetischen Szenario aber nur noch auf Platz drei.
Dabei ist zu beachten, dass mehrere der abgefragten „Blöcke“ hypothetische politische Formationen sind. Die Zahlen stellen daher keine Prognose einer Wahl mit einer bereits feststehenden Kandidaten- und Parteienlandschaft dar.
Fortsetzung folgt!



