Eine umfangreiche wissenschaftliche Untersuchung stellt der Corona-Berichterstattung führender deutscher Medien ein vernichtendes Zeugnis aus: Regierungspolitiker dominierten, während Opposition und Maßnahmenkritiker medial regelrecht untergingen. Die brisanten Zahlen zeigen schwarz auf weiß, wie unausgewogen die Berichterstattung während der Corona-Krise tatsächlich war – und dokumentieren eine massive mediale Schlagseite.
Eine empirische Studie der Rudolf Augstein Stiftung (Januar 2020 – April 2021) zur Corona-Berichterstattung in führenden deutschen Medien (TV, online, Print) ergab, dass Parteiansichten zu Corona-Beschränkungen über- oder unterrepräsentiert wurden. [i]
Und zwar so:
Die damaligen Regierungsparteien:
CDU/CSU: +136,7 %
SPD: +9,2 %
Die damaligen Oppositionsparteien:
AfD: -70,4 %
Die Grünen: -66,5 %
FDP: -65,1 %
Die Linke: -59,4 %
Auch sogenannte Corona-Maßnahmenskeptiker kamen mit 1,6 % der Zitate in den Medien kaum zu Wort. Darunter die AfD mit unbedeutenden 0,6 %.
Im Oktober 2025 wurde die empirische Studie von Prof. Marcus Maurer und Dr. Simon Kruschinski von der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und Prof. Carsten Reinemann von der Ludwig-Maximilians-Universität München veröffentlicht. Die Kommunikationswissenschaftler untersuchten die Qualität der Berichterstattung während der ersten sechzehn Corona-Monate in elf großen Nachrichtenmedien („ARD-Tagesschau“ nebst der Sondersendung „ARD Extra Corona“, das ZDF-Format „heute“ und „RTL aktuell“, außerdem die Online-Artikel der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ), der „Süddeutschen Zeitung“, der „Welt“, der „Bild“, des „Spiegel“, des „Focus“ und von „t-online“). Zentrale Erkenntnisse daraus:
– Über den gesamten Untersuchungszeitraum hinweg dominierten politische Akteure die mediale Berichterstattung über die Pandemie.
– 47 % aller zu Wort kommenden Personen waren Politiker.
– Nur 19 % Wissenschaftler, Ärzte oder sonstige Vertreter des Gesundheitswesens.
– Corona-Skeptiker wurden nur 1,6 % gehört.
– COVID-19-Betroffene oder ihre Angehörigen nur 1,2 %.
– Nur 3 % Politiker von Parteien, die damals nicht der Regierung aus CDU/CSU und SPD angehörten, wurden erwähnt.
– Hingegen mit 20 % siebenmal häufiger Vertreter der Regierungsparteien.
– Die AfD als stärkste Opposition und Corona-Skeptiker fand mit 0,6 % faktisch gar nicht statt.
– Sogenannte „Corona-Leugner“ und „Querdenker“ wurden 95-100 % in der wertenden Berichterstattung als negativ dargestellt.
– Impfstoffhersteller nur zu 30 % (damit zu 70 % positiv).

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– Vertreter des Gesundheitswesens, etwa vom Robert-Koch-Institut (RKI), waren mit 11 % die am häufigsten genannten Akteure.
– Virologen: 4 %.
– Experten anderer Disziplinen: 3 %.
– Psychiater und Psychologen: 0,3 %.
– Die dominierenden Vertreter waren der Virologe Christian Drosten (mehr mediale Aufmerksamkeit als alle anderen Virologen zusammen) und SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach.
– In rund drei Vierteln wurde die „Wissenschaft“ medial positiv bewertet.
– Etwa in gleichem Maße wurde die Politik negativ bewertet.
– Die Berichterstattung sei einerseits „regierungsnah“ gewesen, „weil die Medien, ähnlich wie die Politik, überwiegend für harte Maßnahmen plädierten“. Sie sei „zugleich aber auch regierungskritisch“ gewesen, „weil den Medien diese Maßnahmen oft gar nicht hart genug erschienen oder zu spät kamen“.
– Nur in 26 % der medialen Beiträge wurde verlautbart, dass die verhängten Corona-Maßnahmen womöglich zu weit gingen.
– 31 % erklärten, die Maßnahmen würden nicht ausreichen.
– 44 % hielten diese für angemessen.
– Nur 14 % dieser Medien nahmen eine „klar freiheitsorientierte Perspektive“ ein.
– Lediglich in einem Fünftel der Beiträge wurde Sicherheit und Freiheit überhaupt thematisiert.
– Die negativen sozialen oder bildungsbezogenen Effekte der Maßnahmen waren weit seltener Gegenstand der Berichterstattung als die für das Gesundheitswesen erwarteten Auswirkungen.
– Mit 28 % wurden die „positiven“ gesundheitlichen Folgen der Corona-Maßnahmen genannt.
– Mit nur 2 % wurden die negativen Effekte genannt und somit praktisch nicht thematisiert.
Das Fazit fällt ernüchternd aus:
Wenn in einer der größten Krisen der Nachkriegszeit politische Deutungen dominieren, kritische Stimmen marginalisiert und zentrale Folgen für Freiheit, Gesellschaft und Bildung kaum beleuchtet werden, dann ist das kein Ausdruck von Vielfalt – sondern ein Versagen journalistischer Sorgfalt und Ausgewogenheit, das das Vertrauen in die Medien nachhaltig erschüttert hat.
Quellen: [i] https://miwi-institut.de/archives/2024?utm_source=chatgpt.com#_ftnref20; https://rudolf-augstein-stiftung.de/wp-content/uploads/2021/11/Studie-einseitig-unkritisch-regierungsnah-reinemann-rudolf-augstein-stiftung.pdf; [ii] https://rudolf-augstein-stiftung.de/wp-content/uploads/2021/11/Studie-einseitig-unkritisch-regierungsnah-reinemann-rudolf-augstein-stiftung.pdf; https://www.epochtimes.de/gesellschaft/analyse-der-corona-berichterstattung-zeigt-klare-dominanz-des-teams-vorsicht-a5262905.html?utm_source=nl-morning-subs&src_src=nl-morning-subs&utm_campaign=nl-morning_2025-10-08&src_cmp=nl-morning_2025-10-08&utm_medium=email&utm_content=9DncPMEql~177&est=AyUVF5QbB2ELZINgXiGLOr6eJvtSwYPilHgjx%2B7T66BAe0fx%2FlYuWXzMrC3Zz61J1MAo%2B%2BdjaQ%3D%3D
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Öffentliche Medien sind ein Werkzeug, so wie ein Skalpel ein Werkzeug ist. Du kannst punktgenau in die Gehirne der Menschen eingreifen und gestalten. Nicht umsonst werden für Werbung so exorbitante Summen bezahlt. 🙂