Gastkommentar von Dr. Josef Thoma


Das Arzt-Patienten Verhältnis ist beileibe keine Einbahnstraße. Die moderne Arztpraxis hat den aus  zurecht aus der Mode gekommenen katholischen Beichtstuhl alter Prägung ersetzt. Sie wären baß erstaunt wenn Sie wüßten, wie vertrauensvoll und offen es bei unseren Gesprächen zugeht. Wahrscheinlich nicht nur Sie, liebe Zuhörer, sondern mindestens ebenso Alexander Dobrindt, der Oberstaatsanwalt oder auch die Berliner Polizeipräsidentin:

(Verzeihen Sie, ich sage Ihnen nicht, an wen ich denken muß wennimmer  ich dieses Bild sehe…)

Fragte mich doch kürzlich ein Kneipenbesitzer aus Berlin-Neukölln ob ich wüßte, daß in seinem Bezirk und anderen syrisch besetzten Gebieten genug Waffen kursierten um eine ganze Bundeswehrbrigade damit auszurüsten.

Also was soll ich Ihnen erzählen: Ich hatte mich noch nicht von dieser Schreckensnachricht erholt als Alexander Dobrindt, Experte für extrastellare Bedrohung, mit vor Besorgnis bebender und Wichtigkeit triefender Stimme bekannt gab, daß im Grenzgebiet zwischen der europaweit größten geschlossenen psychiatrischen Abteilung, gemeint ist das Land Berlin, und dem freien Teil Brandenburgs ein Waffenlager ausgehoben wurde.

Nicht nur Waffen, nein, ein ganzes Waffenlager!


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Wenn Sie jetzt an Granaten, Bomben, Maschinengewehre und raketengetriebene Kampfhunde denken, dann sind Sie aber sowas von auf dem Holzweg. Das wäre viel zu plump und offensichtlich, das wäre ja der jahrzehntelang gepflegte Stil von Mossad oder CIA von Korea bis Polen.

Nein – das Berliner waffenstarrende Lager war viel raffinierter: es waren 2, in Worten zwei Pistolen bzw. Handfeuerwaffen. Und dem nicht genug: Ihnen beigefügt lagen, nicht etwa im Schlamm vor sich hinrostend, sondern professionell verpackt, auch noch Munition. Denn eine Waffe ohne Pulver ist wie ein Puff ohne Paff, ein Stammeln ohne Baerbock oder ein Gericht mit grünen Berliner Richtern.

Der Nick Knatterton der deutschen Politik und Rußlandexperte, wir wollen in hinfort mit dem russischen Kosenamen für Alexander, Sascha, nennen, Sascha Dobrindt also wußte es schon bevor der letzte der beiden Pistolenläufe vom märkischen Sand befreit war, daß hier wahrscheinlich fremde Mächte am Werk waren: Wie es sich für einen bayerischen Geheimniskrämer, ich meine Geheimnisträger gehört, hielt er sich aber mit näheren Hinweisen zu diesen Mächten noch zurück: So wissen wir also immer noch nicht ob es wieder die vom Mars waren oder die von einer  Nachbarmilchstraße, dem Andromedanebel, oder gar Hiro Onoda, jener jahrzehntelang im philippinischen Dschungel ausharrende japanischer Krieger, der noch immer auf seiten des Kaisers gegen die Amerikaner kämpfte.

Nun hat man im allgemeinen Sprachgebrauch praktischerweise einen Sammelbegriff für Dinge, von denen man keine Ahnung hat: Bei den Ärzte ist es der Ausdruck: idiopathisch, in der Schmuddelsprache der Geheimdienstler  die hybride oder kinetische Bedrohung, in der Mathematik meistens mit x manchmal y bezeichnet, in der Politik sind es: … die Russen.

Wir Ärzte kommen damit zurecht, die Mathematiker sowieso, und die Russen haben sich inzwischen an diesen Ehrentitel gewöhnt und nehmen es mit Schmunzeln.

Ein wenig verschnupft ist man auf russischer Seite aber schon, daß man es auf germanischem Gebiet augenscheinlich mit brillentragenden, kurzgewachsenen, postpubertierenden Sandkastenstrategen zu tun hat, und man bemüht sich von dieser, von russischer Seite nach Kräften, diesen deutschen Volksfestkriegern z.B. im Donbass zu beweisen, daß aus russischen Feldhaubitzen nicht Luckenwalder Waldboden sondern durchaus Ernstzunehmendes herauskommt. Von russischen Militärexperten ist außerdem zu vernehmen, daß, würde man wirklich destabilisierende Waffenlager in der Jüterboger Heide einrichten wollen, man eher eine ausreichende Anzahl Rollatoren, Tennisschläger und einen Kasten Red Bull verbuddelt hätte. Den Rest würde dann die Berliner Antifa mittels Servicearbeiten am Berliner Stromnetz besorgen.

Aber: Wir wollen auch nicht kleinreden: Ehre wem Ehre gebührt! Und die gebührt dem Scharfsinn und kriminalistischen Geschick der deutschen Sicherheitsbehörden.

Denn eins war sicher: Jetzt, da in allen deutschen Medien und vor allem von Sascha, dem bayerischen Experten,  die Sache mit dem Waffenlager endlich publik gemacht worden war, würde der von Angst um sein rechtmäßiges Eigentum getriebene Täter alles versuchen, das wertvolle Waffengut zurückzubekommen; schließlich hatte er auf dem Kreuzberger Wochenendtrödel bares Geld dafür bezahlt. Aus diesem Grunde verharrten germanische Sicherheitskräfte wochenlang an der Fundgrube, nicht ohne die ausgebuddelten Waffen zur Vermeidung von Kollateralschäden durch unsachgemäße Handhabung vorher unschädlich gemacht und die Munition auf Schadstoffe untersucht zu haben. 

Sollte sich nun aber (hoffentlich) ein verirrter Pilzsammler in die Nähe des in Rede stehenden Kriegswaffendepots bewegen, so wollte man sich vor laufender Kamera mit lautem Gebrüll und in Kampfformation auf diesen stürzen und ihn waidgerecht zur Strecke bringen.

Der Mann kam nicht.

Er hatte wohl wegen der vielen Polizeifahrzeuge keinen Parkplatz in der Nähe des Tatorts mehr gefunden. Das tut nichts zur Sache, denn, wäre er gekommen und wäre er unglücklicherweise kein Russe  dann hätte er auf jeden Fall schon mal was von Rußland gehört. Für bundesdeutsche Staatsanwaltschaften reicht das schon für monatelange Untersuchungshaft: Wir werden diesen Kerl schon kleinkriegen. Bei Corona hats ja auch geklappt.

Es bestünde dann zwar nach neuem Merkel`schem DDR-Strafrecht immer noch die Möglichkeit, den verirrten Waldläufer auf Kaution freizulassen. Dazu müßte er aber öffentlich den AfD-Kandidaten in Sachsen-Anhalt der Bigamie bezichtigen. Ob sich unter den noch verbliebenen Deutschen außer bei den Altparteien jemand fände, der so blöde wäre, ist aber mehr als unsicher.


Foto: KI-Bild (ChatGPT)


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Ein Kommentar zu „GASTKOMMENTAR DR. JOSEF THOMA: »Die Russen kommen!«“
  1. Lustiger Bericht. 🙂 Fehlt noch die Möglichkeit, das der „“Geheimdienst““ selber die Waffen deponiert hat und nun jede Geschichte erzählen kann, die man nach Bedarf benötigt. Soll auch schon oft vorgekommen sein. 🙂

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