Fall Natascha Kampusch: Die perfekte »Opfervermarktung«

GUIDO-KOLUMNE-MIX

♦ No.  476 (14/2015) ♦



Vor kurzem berichteten diverse Medien über Natascha Kampuschs ´2011 gegründete Firma „Consolea Gmbh“. Diese vereint offiziell Projekte in „Promotion, EDV und Marketing“. In ihrer Firma bündelt Kampusch aber auch alle Umsätze aus ihrer Bestseller-Biografie 3096 Tage und der Verfilmung des Buchs.

Das Internetnewsportal oe24 dazu: Den Streifen, der 2013 in den Kinos lief, wollten nur 550.000 Österreicher sehen, eigentlich ein Flop. Trotzdem lief das Geschäft in diesem Jahr hervorragend, wie auch News berichtet. Laut Firmenbuch lag der Bilanzgewinn ihrer Consolea Gmbh bei 572.130,20 Euro, das entspricht einem Monatsgewinn von 47.678 Euro. Auch wenn das Geld die Wunden ihrer Gefangenschaft nie heilen wird, ermöglicht es Kampusch ein wenig Luxus.

Quelle: http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Kampusch-casht-48-000-im-Monat/172668200

Welchen mehr als interessanten Beraterstab Natascha Kampusch zur Seite steht und wie ihr Fall sonst noch vermarktet wird, darüber berichte ich in meinem Buch:

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http://www.alaria.de/home/2831-fall-natascha-kampusch-die-inoffizielle-story.html

 

Nachfolgend Auszüge daraus:

 

Um Natascha Kampusch – mit ihrer weltweit einzigartigen Geschichte – haben sich schon längst verschiedene Personen gruppiert, die im Einzelnen auch schon ausgetauscht wurden, wie die Vergangenheit zeigte: Medienberater, Anwälte, Psychologen, Betreuer, Journalisten, Autoren und andere.

Doch was ist aufrichtige Anteilnahme und berufliche Notwendigkeit und was nur pure Geschäftemacherei? Welchen Gründen und Motivationen unterliegen die einzelnen Berater? Wie sehen ihre Betreuungsdienste und Vermarktungsstrategien tatsächlich aus? Und wie arm oder reich ist Natascha Kampusch wirklich? Das alles werde ich in diesem Band näher unter die Lupe nehmen und dabei manch unliebsame Überraschung erleben.
Nach Natascha Kampuschs Selbstbefreiung am 23. August 2006 kümmert sich zunächst der Weiße-Ring-Präsident Udo Jesionek um sie. Auf ihn werde ich noch genauer zu sprechen kommen. Genauso auf die nachfolgend genannten Personen, denn nur wenige Tage danach besitzt die 18-Jährige bereits einen eigenen »Beraterstab«, bestehend aus: Den Anwälten Gabriel Lansky und Gerald Ganzger , den Psychiatern Max Friedrich und Ernst Berger, der Kinder- und Jugendanwältin Monika Pinteris und dem Medienberater Dietmar Ecker.
Schon im September 2006 steht im Feuilleton der Frankfurter Allgemeine Zeitung dazu: »Wie kann Natascha Kampusch in den wenigen Tagen ihrer Freiheit die österreichische Medienlandschaft so gut kennengelernt haben, lauten schon die ersten Vorwürfe an ihre Betreuer und Manger. Jedenfalls wird da wieder einmal in einem sehr engen Wiener Beziehungsgeflecht agiert«. 

Dieses »Wiener Beziehungsgeflecht« wird mich bei der Frage nach der Opfervermarktung von Natascha Kampusch weiter folgen.
Zum ersten Mal trifft sich der Beraterstab  kurz nach ihrer Flucht, also Ende August 2006. Er arbeitet sofort ein Strategiekonzept aus, denn das Entführungsopfer soll nicht nur therapiert, sondern vor der Öffentlichkeit »beschützt« aber auch gemanagt werden. Und zwar von den »Besten« des Landes.

Mutter Brigitta Sirny kritisiert diesen Beraterstab: »Natascha ist die Freiheit nicht gewöhnt, hat aber schon ein fünfköpfiges Beraterteam (…) Sie ist eine der drei Topmandate in meinem Leben, sagt Gabriel Lansky. Sein Kompagnon heißt Gerald Ganzger, die zwei sind Wirtschaftsanwälte, fünfundfünfzig Mitarbeiter. Was braucht sie einen Wirtschaftsanwalt, frage ich mich. Die haben sich auf Schmerzensgeld, Schadensersatz und Medienrechtsfragen spezialisiert, erklärt mir irgendwer«.
Schon kurze Zeit später wird die Öffentlichkeit erfahren, warum das junge Entführungsopfer diesen Beraterstab braucht. Oder umgekehrt – warum das Beraterteam ihr Opfer braucht: »Natascha ist ein riesiger Kuchen. Ganz ehrlich gesagt«, meinte Nataschas Vater Ludwig Koch. 

Genauso wurde sie auch gesehen.

Dem stimmte indirekt wohl auch der 2010 verstorbene »Medien-Tycoon« Krone-Zeitung-Herausgeber Hans Dichand zu: »Der Fall ist einmalig. Das ist eine Weltsensation«.  Und was kann nicht besser und gewinnbringender vermarktet werden als eine Weltsensation?

Lese Sie weiter in:

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Weitere Hintergrundinformationen zum Fall Natascha Kampusch hier:
COVER Band 1
http://www.alaria.de/home/2830-fall-natascha-kampusch-die-inoffizielle-story.html
Cover3
http://www.alaria.de/home/2832-fall-natascha-kampusch-die-inoffizielle-story.html
Akte Natascha Kampusch - Die Geheimdokumente_NEU2
http://www.alaria.de/home/2674-akte-natascha-kampusch.html

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