Der Zweite Weltkrieg endete 1945 – doch für viele Soldaten hörte er nie auf. Hunderttausende deutsche Heimkehrer überlebten Gefangenschaft, Hunger und Zwangsarbeit – nur um Jahre später an den Folgen zu sterben. Krankheiten, Verstümmelungen, psychische Traumata und Schuldgefühle fraßen sich langsam durch Körper und Seele. Historiker sprechen deshalb von einem ...
„Sie pferchten uns in die offenen Güterwaggons, zwanzig Mann auf engstem Raum, ohne Essen oder Decken. Die Fahrt dauerte unendlich lange, bei Temperaturen von minus 30 Grad. Am Zielbahnhof waren drei Viertel der Männer steifgefroren. Sie standen noch, festgefroren am Boden des Waggons. Das war kein Sterben im Kampf, sondern ...
Am 13. Februar 1945 verwandelten britische und amerikanische Bomber Dresden in ein Flammenmeer. Hunderttausende – viele von ihnen Flüchtlinge – verbrannten, erstickten oder wurden von Phosphor zerfressen. Zeitzeugen berichteten von Straßen voller Leichen, brennendem Flusswasser und Menschen, die wie Fackeln durch die Nacht rannten. Offiziell spricht man aktuell von 25.000 ...
„Die Stiefel waren gefroren. Du spürtest deine Füße nicht mehr. Wenn der Arzt das Verbandsmaterial abnahm, kam der Geruch von verrottendem Fleisch. Der Frost hatte die Füße buchstäblich getötet, bis sie schwarz wurden. Der Tod kam, wenn die Fäulnis ins Blut überging. Es war kein spektakulärer Tod, sondern eine schleichende Amputation des Lebens in den ...
Eine verfehlte Handgranate, ein überlebter Anschlag – und dennoch kein Abbruch der Fahrt. Trotz Warnsignalen, Verletzten und offenkundiger Sicherheitsmängel setzte Franz Ferdinand seine Route fort, verließ sich auf falsche Gewissheiten und fuhr ungeschützt weiter. Warum man den Thronfolger nach dem ersten Attentat nicht in Sicherheit brachte, gehört zu den fatalsten ...
Der 28. Juni 1914 begann als strahlender Sommertag – und endete als Zäsur der Weltgeschichte. Niemand im offenen Wagen des österreichisch-ungarischen Thronfolgers ahnte, dass entlang der Route durch Sarajewo bereits eine Gruppe entschlossener Attentäter wartete. Trotz Warnungen, trotz bekannter Bedrohungslage fuhr die Autokolonne durch die Stadt – auf einer Strecke, ...
Sarajewo war bis zum 28. Juni 1914 eine unauffällige Provinzstadt am Rand der österreichisch-ungarischen Monarchie – arm, ethnisch zerrissen, politisch unterdrückt. Doch an jenem Tag, dem serbischen „Vidovdan“, kulminierten Nationalismus, Hass und historische Mythen zu einem Verbrechen, das die Welt veränderte. Das Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand war kein Zufall, ...
Am Abend des 30. Januar 1945 kreuzte die Wilhelm Gustloff, einstiges Prestigeobjekt der NS-Organisation KdF, vor der pommerschen Küste ihren letzten Kurs. Unbemerkt näherte sich das sowjetische U-Boot S-13 unter dem Kommando von Alexander Marinesko. In einem riskanten Überwasserangriff brachte er sein Boot in Schussposition. Um 21:16 Uhr feuerte Marinesko ...
»80 JAHRE GUSTLOFF-TRAGÖDIE!« – Die fürchterlichste Schiffskatastrophe der Menschheitsgeschichte (1)
Am 30. Januar 1945 versenkt ein sowjetisches U-Boot das Flüchtlingsschiff Wilhelm Gustloff in der Ostsee. Über 9.300 Menschen sterben in den eisigen Fluten. Mehrheitlich deutsche Vertriebene – Greise, Frauen und Kinder – und Sanitätspersonal. Nur 1.239 Menschen können gerettet werden. Bei weiteren Angriffen auf Flüchtlings- und Lazarettschiffe in der Ostsee ...
An der Ostfront wurde selbst eine eigentlich überlebbare Verwundung oft zum Todesurteil. Nicht nur der einzelne Treffer tötete, sondern ebenso Kälte, Schlamm, Infektionen, fehlende medizinische Versorgung und zusammenbrechende Transporte. Soldaten starben im Graben, auf dem Verbandsplatz, in Lazarettzügen oder Tage später an Wundbrand und Erschöpfung. Augenzeugenberichte von Frontärzten, Sanitätern und ...
