Freimaurer-Skandal: Führte Promi-Logenbruder Karlheinz Böhm ein Doppelleben?

GuidosKolumneNEU4

♦ No.  463 (1/2015) ♦



Mein Blogartikel „Freimaurer-Skandal: Vorzeige-Logenbruder Karlheinz Böhm ein Kinderschänder?“

hier: https://guidograndt.wordpress.com/2014/12/30/freimaurer-skandal-vorzeige-logenbruder-karl-heinz-bohm-ein-kinderschander/

hat für große Aufregung gesorgt. Auch innerhalb maurerischer Kreise, wie ich von Logen-Insidern erfuhr.

Logenbruder Karlheinz Böhm war zu seinen Lebzeiten Mitglied der größten und ältesten Münchner Freimaurer-Loge “Zur Kette”, die ihn nach seinem Tod auch mit großem Brimborium verabschiedet hat.

Doch der „Vorzeige-Freimaurer“ und „Menschenfreund und Menschenhelfer“ Karlheinz Böhm soll ein schändlicher Vater, ein Kinderschänder gewesen sein. Das jedenfalls behauptet seine Tochter  Sissy Beatrice Draga Marie-Theres Böhm aus erster Ehe in ihrer Autobiografie “Im Schatten des Lichts”. Sie wirft dem Vater vor, weggesehen zu haben, als die Mutter Elisabeth Zonewa sie missbrauchte, in die Prostitution und in Selbstmordversuche trieb. “Er wusste alles. Er konnte mir nie in die Augen schauen, er wollte sich nie meiner Geschichte stellen. Eigentlich tut er mir leid.”

Und: Eines Morgens, die 13-jährige Sissy stand unter der Dusche, trat plötzlich Karlheinz Böhm ins Bad – er soll nackt gewesen sein, er soll die Tochter auf den Mund geküsst und an den Brüsten berührt haben. Außerdem habe er an ihren Brüsten herumgespielt und sie „meine kleine Lolita“ genannt. 

Nach der Trennung von Schauspieler Karlheinz Böhm habe ihre Mutter sie auch an Münchens pädophile Schickeria verkauft: “Künstler, Aristokraten, Intellektuelle und Schauspieler” hätten ihre sexuellen Fantasien und Gelüste an ihr ausgelebt. Habe sie nicht gehorcht, sei sie geschlagen worden. Als sie 16 Jahre alt war, habe die Mutter sie auch gezwungen, sich zum Erhalt ihrer Geschäftskontakte zu prostituieren. „Du musst nur zu dem einen oder anderen ein bisschen nett sein. (…) Du kennst das ja, du bist ja sowieso schon eine kleine Hure“, soll Zanova ihrer Tochter gesagt haben.

Doch nach dem Tod von Böhm sprach sein Freimaurer-Großmeister Hans-Dieter Bertuch davon, dass Freimaurer versuchen durch ihre Lebensart etwas mehr Mitmenschlichkeit und Toleranz in die Gesellschaft zu bringen. Jeder freie Mann von gutem Ruf kann bei uns Freimaurer werden.“

Ich habe dazu geschrieben, dass wenn die Vorwürfe von Böhms Tochter Sissy stimmen, diese wie auswendig gelernten hehren Worte des Logengroßmeisters wie Hohn klingen! Und stellte die Frage: Wusste die Freimaurer-Loge “Zur Kette” vom mutmaßlichen sexuellen Missbrauch der Tochter Sissy in Böhms Heim?

Explizit erwähnen möchte ich noch dass Böhm neben zahlreichen anderen Auszeichnungen wie beispielsweise den Theodor-Heuss-Preis, das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich,  das Bundesverdienstkreuz  und den UNESCO-Ehrenpreis 1986 auch den „Humanitären Preis der deutschen Freimaurer“ erhalten hat.

Neben Salzburgs ehemaliger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller und dem Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer fand auch Ex-Bundespräsident Helmut Köhler bei der Trauerfeier in Böhms Salzburger Residenz nur gute Worte für den Logenbruder. Spricht bei seiner Rede meistens nur von „Karl“ oder „Karlheinz“, was nachlegt, dass sie sich gekannt haben. Aus Logenkreisen etwa?

So sagte Köhler wörtlich: „Manchmal habe ich den Karlheinz sogar beneidet um seine Art, Menschen für sich zu gewinnen.“

Vergessen wir nicht, dass Horst Köhler, als er noch Bundespräsident war, 2010 die Großmeister der Freimaurer zu einem „persönlichen Gespräch“ auf Schloss Bellevue empfing. Nach Angaben der Freimaurer sprach er mit ihnen über die Stellung der Bruderschaft in der Gesellschaft, die Ansprache der Jugend und die internationalen Beziehungen der Vereinigten Großlogen von Deutschland (VGL).

So heißt es beispielsweise auf der Homepage zur „Bruderkette im Wuppertal“ dazu:

Bundespräsident empfängt VGL-Großmeister:
Klares Bekenntnis zur Freimaurerei

Die Freimaurerei hat einen festen Platz in unserer freiheitlichen Gesellschaft.“ Mit diesem klaren Bekenntnis zur Freimaurerei fasste Bundespräsident Horst Köhler sein persönliches Gespräch mit den deutschen Großmeistern zusammen.

Auf Schloss Bellevue hatte das deutsche Staatsoberhaupt mit den Repräsentanten der regulären deutschen Freimaurerei über die Stellung der Bruderschaft in der Gesellschaft, die Ansprache der Jugend und die internationalen Beziehungen der Vereinigten Großlogen von Deutschland (VGL) diskutiert – auf eine sehr „menschliche und wertschätzende“ Art und Weise, fasste VGL-Großmeister und Ordensbruder Dr. Klaus-M. Kott das Gespräch zusammen. Kott, auf dessen Initiative das Treffen zustande gekommen war, sieht sich darin bestätigt, dass die Freimaurerei in Deutschland „wieder als positiver gesellschaftlicher Faktor“ wahrgenommen wird. Horst Köhler habe sich besonders dafür interessiert, wie vor allem junge Menschen für die individuellen und gesellschaftlichen Werte und Ziele der Bruderschaft gewonnen werden können. Dr. Joachim Strassner, Landesgroßmeister der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland/Freimaurerorden (GLLFvD) hob zudem hervor, dass die Brüder neben der geistigen Arbeit an sich selbst auch ihre Verantwortung für Andere in der Gesellschaft wahrnehmen würden. Als Beispiel nannte er stellvertretend für die vielen karitativen Projekte der Brüder aller Großlogen die „Zinnendorf-Stiftung“, die u. a. eine Einrichtung für mehrfach schwerstbehinderte Menschen betreibt. Wie groß das Interesse Köhlers an der Freimaurerei tatsächlich war, zeigte auch der Blick auf die Uhr: Das zunächst nur für eine halbe Stunde geplante Gespräch endete letztlich erst nach einer Stunde bzw. nach erneutem drängenden Hinweis seiner Mitarbeiterin – mit den besten Wünschen für die deutsche Freimaurerei.

http://www.bruderkette-wuppertal.de/4.html

Ob Köhler seine lobenden Worte für Böhm nach den Bekenntnissen der von dem Schauspieler mutmaßlich sexuell missbrauchten Tochter Sissy wohl immer noch so meint?

Folgt man Sissys Bekenntnissen, dann kommt man zum Schluss, dass ihr Freimaurer-Vater ein Doppelleben geführt hat. Als Schauspieler hatte er damit wohl keine großen Schwierigkeiten. Spielte Böhm doch schon 1959 im damalige Skandal-Film „Peeping Tom (Augen der Angst)“ einen perversen Spanner und Serienmörder.

Die Handlung: Tagsüber arbeitet der unscheinbare Kameramann Mark Lewis (Karlheinz Böhm) in einem Filmstudio. Seine Kollegen schätzen ihn und niemand ahnt, dass er als Kind von seinem Vater, einem Wissenschaftler Psychiatrie,  Forschungszwecke missbraucht wurde. Regelmäßig weckte dieser seinen Sohn nachts auf und versetzte ihn in Angst und Schrecken. Mit Kamera und Tonband hielt er minutiös die Reaktionen fest. Ein Horror, der sich einprägte. Nachts dreht Mark Lewis seine eigenen Filme. Er sucht Frauen (Prostituierte oder Statisten vom Dreh), denen er sich unter verschiedensten Vorwänden nähert, um sie zu filmen. Während die Kamera läuft, setzt er den wehrlosen Opfern ein Messer an den Hals und richtet das Objektiv auf ihr Gesicht. Er will nicht nur ihre Todesangst, sondern auch den entsetzten, letzten Blick ihrer Augen angesichts des Todes einfangen. Dieses Doppelleben wird nicht aufgedeckt: Erst bei seiner Nachbarin Helen, die mit ihrer blinden Mutter zusammenlebt, kann sich Mark langsam öffnen und positive Gefühle entwickeln.

In Rainer Werner Fassbinders Film „Martha“ spielte Böhm 1974 den dominanten, sadomasochistischen Psychopathen Helmut Salomon, der seine Frau Martha systematisch quält und nach seinen Vorstellungen „erzieht“.

Und bereits 1952 mimte Logenbruder Böhm im Horrorfilm „Alraune“, der auf dem Roman von Okkult-Schreiberling Hanns Heinz Ewers basiert, den jungen Medizinstudenten Frank Braun, der sich in Alraune, der angeblichen Tochter seines Onkels Professor Jakob ten Brinken verliebt. Als sein Onkel von der Beziehung erfährt, offenbart er seinem Neffen, dass Alraune kein natürlicher Mensch, sondern das Produkt eines wissenschaftlichen Experiments sei, bei dem die Erbanlagen eines Doppelmörders und einer Prostituierten gekreuzt worden seien.

So kommt wohl erst nach seinem Tod das Doppelleben des „Peeping Tom-Freimaurers“ Böhm ans Licht der Öffentlichkeit. Vielleicht sollte er der Nachwelt nicht als Kaiser Franz Joseph aus den Sissi-Filmen in Erinnerung bleiben, sondern als sadomasochistischer Psychopath und Spanner aus seinen anderen Rollen?

Auch wenn Almaz Böhm, Karlheinz Böhms vierte Ehefrau, zu den Vorwürfen sagt: „Ich bin, wie meine Kinder auch, von den Äußerungen von Frau Sissy Böhm, die sie gegenüber der ‚Bild am Sonntag ‚gemacht hat, und den daraus resultierenden Veröffentlichungen, zutiefst betroffen…“

Klar, ist man da versucht zu sagen. Denn die Böhm-Familie „lebt“ ja sozusagen vom Ruf und vom Ruhm ihres berühmtesten Mitglieds.

Und die Freimaurer schließlich auch oder etwa nicht?

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Quellen:

http://www.focus.de/kultur/kino_tv/er-war-ein-absoluter-ehrenmann-missbrauchsvorwuerfe-gegen-karlheinz-boehm-jetzt-spricht-seine-witwe_id_4374565.html

http://www.krone.at/Oesterreich/Salzburg_Ruehrende_Trauerfeier_fuer_Karlheinz_Boehm-Rund_400_Gaeste-Story-408004

http://www.krone.at/Videos/Karlheinz_Boehm_ueber_den_Kampf_fuer_Gerechtigkeit-Aus_dem_Archiv-Video-406419

http://www.krone.at/Oesterreich/Karlheinz_Boehm_86-jaehrig_gestorben-In_Salzburg-Story-406374

http://www.rp-online.de/panorama/karlheinz-boehm-tochter-missbraucht-aid-1.4765021

http://www.bild.de/video/clip/sexueller-missbrauch/sissi-boehm-39097026.bild.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Augen_der_Angst

http://de.wikipedia.org/wiki/Karlheinz_B%C3%B6hm

http://de.wikipedia.org/wiki/Alraune_(1952)

http://de.wikipedia.org/wiki/Martha_(1974)

http://www.focus.de/kultur/kino_tv/missbraucht-geschlagen-prostituiert-tochter-von-karlheinz-boehm-ueber-vater-er-war-nackt-und-wollte-mich-kuessen_id_4370940.html

http://www.bild.de/regional/muenchen/karlheinz-boehm/die-geheime-freimaurer-zeremonie-36280028.bild.html

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In diesem Zusammenhang empfehle ich den wohl unheilvollsten Roman des letzten Jahres, der auf Tatsachenrecherchen beruht und deshalb nur als Fiktion geschrieben werden konnte:

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»Geheimpolitik, okkulte Pädokriminalität und vertuschte Ritualmorde: Diese literarische Anklage konnte nur als Roman geschrieben werden. Ein Protest gegen die Perversion der Macht!«

»Sodom Satanas ist die Hölle! Man kann dieses Buch hassen, aber man muss es gelesen haben!«

 

Buchtrailer:

 

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http://www.alaria.de/home/2605-sodom-satanas.html

 

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Die Homepage des Buches:  http://sodomsatanas.wordpress.com/

 

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