HEMINGWAY CASH BUKOWSKI: “Seelenheil allein”

bukowski.bearbeitetNEU30

 

Ich bin lieber allein.

Als Schriftsteller.

Beim Nachdenken.

Klar, baumelt mein verdammtes Leben an einem Haken.

Aber ich weiß, wie es ist, zu den Ausgestossenen zu gehören.

Zu den Habenichtsen.

Abgewiesen am Bankschalter von lächelnden Idioten mit Schlips.

Die aussehen wie Stoffgalgen.

Ich weiß, wie es ist, auf einer Parkbank zu schlafen.

Weiß, wie es ist, wenn man Hunger hat und im Supermarkt steht.

Umgeben von Proleten und Möchtegernen.

Tussen in High Heels und einem falschen Lächeln auf der geschminkten Fratze.

Die dich wegdrängen von der Kasse, obwohl du dir sowieso nichts kaufen kannst, sondern nur raus willst.

Die dich mit ihren “Ich-bins-Blicken” verfolgen. Abfällig. Angeekelt.

Sich in ihre teuren Nuttenschüsseln setzen und Gas geben.

Ohne Rücksicht auf Oma und Baby.

Verlogen.

Alles.

Das Leben, wie es sich verschleißt im Alltag.

Ich weiß, wie das ist.

Denn ich habe niemanden, der mich auffängt.

Und trotzdem kämpfe ich.

Gegen Bastarde, die alles kaputt machen.

Ich bin allein.

Mit meinem Seelenheil.

Klar gehe ich leichtsinnig damit um.

Genau so, wie ihr auch.

Aber Gottverdammt, ich lebe.

Und ihr?

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Hier mehr über mich:

outsiderebel.wordpress.com/

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