EXKLUSIV: So zocken kriminelle Pflegekräfte wehrlose Senioren ab! – Was Sie wissen müssen und wie Sie sich davor schützen! (2)


Kriminelle zocken selbst Pflegebedürftige und ihre Angehörigen ab!

Schluss damit!

Ich zeige Ihnen, wie Sie sich davor schützen können!


In Deutschland werden etwa zwei Millionen Pflegebedürftige zu Hause betreut. Nicht alle haben jedoch das Glück, dass sich Angehörige um sie kümmern. Vor allem nicht, wenn der Betreuungsbedarf wächst. Deshalb greifen immer mehr Familienmitglieder auf eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung zurück.

Doch meine Recherchen zeigen, dass unter den Pflegedienste auch einzelne schwarze Schafe sind, die wehrlose Senioren abzocken.

Im 1. Teil habe ich ausführlich darüber berichtet:

EXKLUSIV: AUSBEUTUNG von Pflegebedürftigen – So zocken KRIMINELLE Pflegekräfte WEHRLOSE Senioren ab! (1)

Pflegekräfte: Das müssen Sie wissen:

Seit Mai 2011 dürfen Arbeitsverträge mit Betreuungskräften direkt geschlossen werden. Die Hilfsperson muss jedoch offiziell bei der Meldebehörde angemeldet sein. Sie benötigt eine Lohnsteuerkarte, die die Familie als Arbeitgeber beantragen muss. Außerdem ist eine Unfallversicherung abzuschließen. Vorteil ist, dass die Hilfskraft bei der Pflegeperson einziehen kann und damit rund um die Uhr verfügbar ist. Hierbei gilt die gesetzliche Arbeitszeitbegrenzung. Allerdings trägt die Familie sämtliche Risiken. So erhält etwa im Krankheitsfall die angestellte Hilfe weiter ihre Bezahlung, bei der der Mindestlohn zugrunde liegt, plus Sozialversicherungsbeiträge. Urlaubsvertretungen müssen zusätzlich organisiert werden.

Haushaltshilfen können auch als Selbstständige auftreten. Für den Arbeitgeber bedeutet das nicht nur weniger Verantwortung, sondern außerdem geringere Kosten. Denn die Pflegerinnen müssen selber ein Gewerbe anmelden, arbeiten auf eigene Rechnung. Aufgepasst: Wenn diese nur in einem Haushalt beschäftigt sind, handelt es sich um eine Scheinselbstständigkeit. Und eine solche ist für beide Seiten strafbar.

► Da in der EU die Dienstleistungsfreiheit gilt, können ausländische Firmen, beispielsweise aus Polen, Pflegehilfen nach Deutschland schicken. Die jeweiligen Betreuerinnen sind dabei weiterhin in ihrem Heimatland angestellt, zahlen dort Steuern und Sozialbeiträge. Hierzulande gibt es verschiedene Vermittlungsagenturen, die mit ausländischen Anbietern zusammenarbeiten. Der Austausch erfolgt normalerweise für drei Monate. Allerdings ist die Familie der Betreuerin gegenüber nicht weisungsbefugt. Ebenso wenig die deutsche Agentur. Bei Beschwerden müssen Sie sich direkt an die ausländische Vermittlungsagentur wenden.

► Noch ein Wort zur Schwarzarbeit: In der Branche tummeln sich Anbieter, die eine kostengünstige 24-Stunden-Betreuung offerieren. Aber Achtung: Beschäftigen Sie jemanden schwarz, können Sie nicht nur wegen Steuerhinterziehung, sondern auch wegen Betrugs belangt werden. Sollte die Pflegeperson bestohlen werden, haben Sie als Arbeitgeber rechtlich nichts gegen die Hilfskraft in der Hand. Nehmen Sie von ausländischen Hilfskräften ohne gültige Papiere prinzipiell Abstand. Wenn Sie solche Personen beschäftigen, machen Sie sich strafbar und haben keinerlei rechtliche Ansprüche, sollte es zu Streitigkeiten oder anderen Vorkommnissen kommen.


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► Übrigens: Ein Wechsel des Pflegedienstes ist immer möglich. Bei Vertrauensbruch kann er sogar fristlos gekündigt werden.

So erkennen Sie einen seriösen Pflegedienst:

□ Ein guter Pflegedienst bietet zu Beginn einen unverbindlichen und kostenlosen Hausbesuch zum Kennenlernen an.

□ Bei der Ausgestaltung des Vertrages geht der Pflegedienst individuell auf Ihre Wünsche und Ihre Situation ein. Eventuell gibt es sogar Spielräume, wenn das Geld der Pflegekasse etwas zu knapp bemessen ist.

□ Die Verträge sind nicht zu langfristig angesetzt, damit Sie kurzfristig die Möglichkeit haben den Anbieter zu wechseln.

□ Die Kündigungsfrist ist nicht überzogen lange, sodass Sie nicht dauerhaft an einen Anbieter gebunden sind.

□ Die Abrechnungen werden verständlich erklärt. Die erbrachten Leistungen sind einzeln und übersichtlich notiert, damit Sie diese, wenn nötig, im Nachhinein analysieren können.

Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sind selbstverständlich.

□ Ebenso Transparenz. Fachkräfte, die seriös arbeiten, erläutern ihr Vorgehen und ihre Pflegemaßnahmen, ohne dass Sie andauernd nachfragen müssen.

□ Für einen guten Pflegedienst sind die Angehörigen wichtige Partner.

Probleme werden offen angesprochen und nicht etwa verschwiegen.

□ Vor allem: Der respektvolle Umgang mit dem Patienten ist eine absolute Grundvoraussetzung. Daran darf es nicht den geringsten Zweifel geben.

Das alles gilt natürlich auch für Pflege- und Betreuungspersonal aus dem Ausland. Aber noch mehr:

□ Üblicherweise bieten seriöse ausländische Anbieter eine Art Vorstellungsgespräch an, in dem Sie die Hilfskraft kennenlernen und die anliegenden Tätigkeiten besprechen, können. Ein solches Gespräch ist normalerweise kostenlos, um so unverbindlich einen ersten Eindruck zu gewinnen.

□ Gute ausländische Anbieter vermitteln nur Pflegekräfte mit ausreichenden Deutschkenntnissen.

Mein Rat zur Kriminalitätsprävention: Wenn Sie eine Betreuungskraft suchen, dann lassen Sie sich neben den Unterlagen zu ihrer beruflichen Qualifikation auch das polizeiliche Führungszeugnis zeigen. Das ist zwar keine absolute Garantie bezüglich eventueller krimineller Energien aber immerhin eine wichtige Vorsichtsmaßnahme. Denn sollte dort ein Eintrag wegen Diebstahls, Betrugs, Unterschlagung oder anderer Delikte vorhanden sein, müssen Sie von dieser Person unbedingt Abstand nehmen! Außerdem gehören teure Schmuckstücke, Gold- und Silbermünzen ins Bankschließfach. Kontrollieren Sie auch mit besonderem Augenmerk Ihre Kontoauszüge oder die Ihres betreuten Verwandten auf eventuelle Unregelmäßigkeiten. Seien Sie wachsam!

Hier finden Sie weitere Hilfen und Informationen:

Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit (https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI521304): Vermittelt Haushaltshilfen aus Osteuropa in Privathaushalte mit pflegebedürftigen Personen und informiert über die Rahmenbedingungen.

Zentrum für Qualität in der Pflege (http://bdb.zqp.de/#/home): Mithilfe einer Datenbank können Sie themenbezogen nach Beratungsangeboten rund um das Thema Pflege in Ihrer Nähe suchen.

Verbraucherzentrale Berlin (http://www.verbraucherzentrale-berlin.de/Hilfe-fuer-pflegende-Angehoerige): Alle Infos zu Pflegeberatung, finanziellen Hilfen, Betreuungsangeboten und mehr.

 

Dieser Artikel ist zuerst bei „Sicher & frei leben“ im FID-Verlag erschienen.


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Foto: Symbolbild Pixabay.com


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